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Das ist der neue Porsche Macan GTS

Habemus Macan-Baureihe. Nach der Basis des Kompakt-SUVs von Porsche, dem S-Modell und dem Turbo komplementiert nun der GTS die Palette.

Text: Maximilian Barcelli

Der reiht sich mit 380 PS zwischen Macan S und dem 440 PS starken Macan Turbo ein und gibt sich betont sportlich. Natürlich auch optisch – so ist das Sport Design-Paket beim GTS Serie und schwarze Akzente verleihen ihm ein noch aggressiveres Auftreten – doch vor allem punkto Fahrdynamik.

Denn so ein Macan GTS, der muss mehr können, als nur stur nach vorne sprinten. Wobei das schon auch gut geht: Nach 4,7 Sekunden stehen die 100 am Tacho und Schluss ist bei 261 km/h. Begleitet wird die Beschleunigung vom satten Sound des zwangsbeatmeten 2,9-Liter-V6, der Abgase und Klang über eine spezifische Sportabgasanlage abgibt.

Damit der Porsche Macan GTS auch bravourös ums Eck biegt, spendierten ihm die Zuffenhausener ein um 15 Millimeter abgesenktes Fahrwerk. Doch es geht noch tiefer – und zwar mit dem optionalen Luftfahrwerk. Bestellt werden kann ab sofort. Voraussetzung: Mindestens 96.419 Euro auf der hohen Kante.

Große Niere, großer Motor: BMW X5 und X6 M sind da!

Es waren harte Monate für die Gangster-Rapper dieser Welt – doch das Warten hat sich gelohnt. Den BMW X6 (und den X5, der ist aber nicht ganz so Gangster) gibt es jetzt als reinrassigen M. Vantablack kann als Lackierung leider nicht geordert werden.  

Text: Maximilian Barcelli

Darüber trösten aber die irren Fahrleistungen hinweg: Sowohl BMW X5 M Competition als auch X6 M Competition preschen in nur 3,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100. 3,8 Sekunden! In diesen 2,3 Tonnen schweren Monstern! Damit verputzt man beim gepflegten Ampelsprint Kaliber wie den brandneuen Porsche 911. Direkten Konkurrenten wie dem Mercedes-AMG GLE 63 S nimmt man saftige vier Zehntel ab. Wobei es die neue Generation des Daimler-SUVs noch nicht als 63er-Modell gibt. Mal sehen was da aus Affalterbach noch kommt.

Möglich macht diese absurden Fahrleistungen der 4,4-Liter-V8-BiTurbo, bereits bekannt aus beispielsweise dem M5. Und genau wie in der Power-Limousine erwirtschaftet das Triebwerk auch im X5 M und X5 M 600 Pferdchen, beim Competition sind es 25 mehr. Das Resultat ist nicht nur eine schwindelerregende Beschleunigung (13,2 Sekunden von 0 auf 200 km/h), sondern auch eine beachtliche Höchstgeschwindigkeit: Mit optionalem M Drivers Package rennen die M-Versionen der SUVs bis zu 290 km/h schnell.

Die Potenz wird vom Design bereitwillig zur Schau gestellt. Understatement ist für die M-Versionen von X5 und X6 ein Fremdwort: fettere Lufteinlässe, pechschwarze Nieren mit Doppelstreben, Spoiler und der M-typische Zweifach-Doppelauspuff. Aus dem kommt neben dem guten, also dem martialischen V8-Sound, auch das schlechte – und zwar nicht wenig davon: Mehr als zwölf Liter schlucken die Power-SUVs aus München und emittieren dementsprechend auch einiges an CO2. Zwar sind die Preise für X5 M und X6 M noch nicht bekannt, man darf aber davon ausgehen, dass sich im Portemonnaie der Klientel, die sich ein solches Schlachtschiff leistet, auch noch genug Transchlgeld fürs Tanken finden lässt.

Natürlich ist auch das Interieur bespickt mit allerlei M-Ingredienzien. Beispiele: Der protzige, kristalline Wählhebel ist einem M-spezifischen, lederüberzogenen gewichen. Damit lässt sich das 8-Gang M Steptronic Getriebe dirigieren. Weiters unterstreichen rote Elemente wie der Start-Knopf oder die M1/M2-Tasten das fahrdynamische Potential des BMW X5 M und X6 M. Dazu gesellen sich eigene Sitze sowie spezielle digitale Armaturen.

Apropos fahrdynamisches Potential: Klar wird so ein 2,3 Tonnen schwerer und sehr hoher Berg an Automobil nie ein Kurvenräuber sein, doch die Herren und Damen aus Garching greifen so tief in die Trickkiste wie nur möglich, um X5 M und X6 M auch in Kehren nicht blöd aussehen zu lassen. Soll heißen: Aktive Wankstabilisierung, sehr steife Karosserie und natürlich Allradantrieb. „M xDrive“ kennen wir schon aus dem BMW M5. Hier wie dort ist das System sehr heckbetont. Was den beiden aufgebockten Fahrzeugen allerdings fehlt: Eine Einstellung, in der sich der Wagen zum reinen Hecktriebler verwandelt. Wäre dann vielleicht doch zu extrem gewesen; ein 625 PS starkes, 2,3 Tonnen schweres SUV mit (wahlweise) Hinterradantrieb. Oder?

Audi RS Q3: Fünf ist Trümpf

Erinnert sich noch jemand an die Werbekampagne zur Einführung der neuen Postleitzahlen vor 25 Jahren in Deutschland? Zumindest bei Audi Sport sollten sie mal ein bisschen im Archiv kramen und den Slogan der Post für den Audi RS Q3 recyceln.

Von Thomas Geiger

Denn genau wie damals beim Gelben Riesen ist jetzt auch bei der schnellen Truppe „Fünf“ wieder „Trümpf“. Nur dass es diesmal nicht um Zahlen, sondern um Zylinder geht. Sie stecken im Bug des neuen RS Q3, der als Steilheck und Sportback im Frühjahr in den Handel kommt und zu Schätzpreisen jenseits von 60.000 Euro gegen den kommenden GLA 45 von Mercedes und den BMW X2 M35i antritt.

Während die alle nur auf vier Flammen kochen, setzt Audi auf einen konkurrenzlosen Fünfzylinder, der vor allem mit seinem einzigartigen Klang und einem ganz speziellen Rhythmus punkten will. Auch die technischen Daten können sich freilich sehen lassen. So leistet der Motor 400 PS und geht mit bis zu 480 Nm zu Werke. Von einer Doppelkupplung im Zaum gehalten und über den serienmäßigen Quattro-Antrieb situationsgerecht an alle vier Räder verteilt, schafft der RS Q3 den Sprint von 0 auf 100 km/h in 4,5 Sekunden und wird nicht wie der Rest der Palette bei 250 Sachen eingebremst: Mit dem Kreuz an der richtigen Stelle auf dem Orderformular lässt Audi dem kompakten Kraftmeier Auslauf bis Tempo 280.

Natürlich ist es mit dem stärkeren Motor, einem strafferen Fahrwerk samt einem Zentimeter weniger Bodenfreiheit und einer direkteren Lenkung nicht getan. Während die Serienmodelle vergleichsweise brav auftreten und man schon den Sportback wählen muss, wenn man ein bisschen auffallen will, ist einem im RS Q3 alle Aufmerksamkeit sicher. Nicht nur, weil sich der Fünfzylinder immer und überall Gehör verschafft, sondern vor allem, weil der Bodybuilder mit ein paar effekthascherischen Designänderungen alle Blicke fängt: Nicht umsonst ist der Grill größer, die Kotflügel weiter ausgestellt, die Motorhaube stärker konturiert, die Schweller breiter und die Schürzen tiefreichender.

So sehr Audi beim RS Q3 aber das Sport in SUV betont, so wenig Kompromisse wollen die Bayern beim Stichwort Utility machen: Möglicherweise ist der Komfort künftig ein bisserl eingeschränkt, aber die Variabilität und die Nehmerqualitäten bleiben davon unbenommen. Selbst die verschiebbare Rückbank schafft es ins Sportstudio.

Drag Race: AMG G-Klasse vs. Stelvio Quadrifoglio vs. F-Pace SVR

Mit der steigenden Nachfrage an SUVs – und zwar quer durch die Geldbank – sprießen auch Performance orientierte Dickschiffe aus der Erde wie Maiglöckchen im … nun ja … im Mai.

Text: Maximilian Barcelli

Drei Vertreter dieser Gattung stellen sich nun den knallharten Vergleichstest von Carwow. Das Programm, wie gehabt: Ein klassisches Viertelmeile-Rennen, ein Rolling Race und ein Brake Test. Die Kontrahenten?

Der Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio. Der Italiener kommt mit Biturbo-V6 und 510 PS, gehört zu den schnellsten SUVs der Welt und war sogar einmal „King of the Ring“ – bis ihn der AMG GLC 63 S abgelöst hat. Einen AMG gilt es auch heute zu schlagen.

Nämlich den Mercedes-AMG G 63. Ein Auto, mit der Aerodynamik eines Billy-Regals. Aber auch so ein Billy-Regal wäre ziemlich schnell, würde es von einem doppelt turboaufgeladenen Achtzylinder getrieben werden. Output: 585 PS.

Der Jaguar F-Pace SVR wartet zwar mit exakt gleich vielen Zylindern auf, sein Kompressor quetscht aber 35 Pferdchen weniger aus fünf Litern Hubraum. Macht aber nix; mit einem Leergewicht von knapp unter zwei Tonnen ist er der G-Klasse dafür hier deutlich überlegen. Wer aus dem Trio den Vergleich für sich entscheiden kann, seht ihr im Video.

By the way: Das Segment der Power-SUVs ist bald um ein besonderes Exemplar reicher. Es gibt neue Infos zum Aston Martin DBX.

Bilder: carwow (1), Eryk Kepski (1), Hersteller (2)

40 PS stärker: Der facegeliftete Porsche Macan Turbo

Nachdem beim diesjährigen Facelift schon der Porsche Macan S mit mehr Power gesegnet wurde, ist jetzt die Spitzenversion der Modellreihe dran.

Text: Maximilian Barcelli

Denn auch beim neuen Porsche Macan Turbo haben die Zuffenhausener ein paar Extra-PS finden können. Wobei es eigentlich recht viele sind: Während sich der Macan S nämlich über 14 zusätzliche PS freuen darf, schöpft der V6 des Turbos ganze 40 mehr.

Insgesamt leistet er mit 440 PS also exakt so viel wie der alte Macan Turbo mit Performance Paket. Auch die technischen Daten betreffend ist der neue Macan Turbo auf Augenhöhe mit seinem Performance-Paket-Vorgänger. In nur 4,3 Sekunden schnalzt das Kompakt-SUV aus Zuffenhausen von 0 auf 100 km/h, Schluss ist erst bei Tempo 270.

Und das, obwohl das Downsizing auch bei Porsche voll einschlägt. Von den ehemals 3,6 Litern Hubraum verweilen nur noch 2,9 unter uns. Heißt also, dass der Macan Turbo 20 Prozent Brennraum verliert – und trotzdem zehn Prozent Leistung gewinnt!

Optisch hebt sich der Porsche Macan Turbo jedenfalls nur dezent von seinen schwächeren Geschwistern ab. Kenner identifizieren das Oberhaupt der Familie als solches durch die exklusiven 20-Zöller oder die Sport Design-Außenspiegel. Wer sich’s einfach machen will, der liest den Schriftzug am Heck. Bestellt werden kann das Power-SUV ab sofort, rund 115.000 Euro muss man aber mindestens auf der Hohen kannte haben.

Baby G-Klasse: Den GLB gibt’s jetzt als AMG

Mit dem Mercedes GLB gehen die Schwaben ohnehin schon einen recht ungewöhnlichen Weg. Zumindest optisch, denn während selbst SUVs immer coupéhafter gezeichnet sind, ist der GLB eher (!) kantig und robust.

Text: Maximilian Barcelli

Somit erinnert er ein bisserl an die ikonische G-Klasse – jetzt mehr denn je. Der GLB hat nämlich mehr Power verschrieben bekommen. Behandelnder Arzt: Die schnelle Tochter AMG. Und weil der G am liebsten als fetter AMG bestellt wird, ist der GLB dem Offroader deshalb nun noch ähnlicher.

Obwohl der dominante Panamericana-Grill etwas anderes vermuten lässt, ziert dieser eigentlich doch erst ab dem 45er-Motor die Front, handelt es sich beim AMG-GLB um einen 35er. Heißt: Ein zwangsbeatmeter Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner drückt 306 PS an alle vier Räder ab. Damit sprintet der Mercedes-AMG GLB 35 in nur 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h – Launch Control sei Dank. Zusätzlich wurden auch Bremsen und Fahrwerk in AMG-Manier nachgeschärft. Wenn da denn bis zu fünf Kids hinten nicht schlecht wird.

Optisch macht der GLB 35 kein Geheimnis um seine Mehrleistung. Außen schon gar nicht – das Stichwort Panamericana-Grill ist bereits gefallen, aber auch das Heck übt sich nicht gerade in Zurückhaltung. Doch auch innen wird der Mercedes-AMG GLB 35 schnell von den Sportsitzen als Dynamiker enttarnt. Elemente in Sichtcarbon räumen dann die letzten Zweifel aus.

Preislich verrät Mercedes noch nichts. Kein Wunder, erfolgte der Marktstart des Familien-SUVs selbst als „normaler“ Benz noch nicht. Mit Blick auf die Preisdifferenz zwischen Mercedes A 250 und A 35, darf man beim Mercedes-AMG GLB 35 mit rund 65.000 Euro rechnen.