Hilfe von oben

Weiße Taube schützt Raser vor Radar

Am 21. Mai dieses Jahres, exakt ein Monat nach Ostern, hat sich eine weiße Taube aufopferungsvoll vor das Gesicht eines Rasers geworfen und so seine Identifizierung durch die Polizei verhindert. Denn auf dem Radarbild sind nur die anmutigen Schwingen des edlen Tieres zu erkennen.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Polizei Viersen

Mit 54 km/h war der Raser in einer 30er-Zone in der nordrhein-westfälischen Stadt Viersen in seinem Renault Twingo unterwegs. Doch die teuflische Raserei schreckte die weiße Taube keineswegs davon ab, den Sünder vor seiner gerechten Strafe zu bewahren. Die Polizei verzichtete beim Anblick des Fotos mit etwas Humor auf eine Anzeige, denn: „Der Heilige Geist mag sich etwas dabei gedacht haben, als er sein Sinnbild am 21. Mai an exponierter Stelle platzierte. Wir haben das Zeichen verstanden und lassen den Raser dieses Mal in Frieden. Allerdings verbinden wir damit die Hoffnung, dass der behütete Raser diesen `Wink von oben´ ebenso versteht und zukünftig angemessen fährt.“

Schön zu sehen, dass auch eine Portion Augenzwinkern noch Platz im Alltag der Beamten hat. Der Twingo-Fahrer hat das Foto mittlerweile womöglich auch gesehen und übt sich hoffentlich in Dankbarkeit. Denn die ganze Geschichte riecht verdächtig nach Hilfe von ganz oben.