Physik vs. Verrückter Wissenschaftler

Wider der Natur

1500 PS – so viel Leistung steckt im Bugatti Chiron. An diese Superlative kommt kaum ein Serienfahrzeug ran. Monstertrucks sind zwar keine Serienfahrzeuge, der „Mad Scientist“ hat dennoch sagenhafte 1500 Pferdchen. Diese braucht er allerdings auch, denn im etwas unfairen Vergleich zum Chiron muss sich der verrückte Wissenschaftler in Sache Gewicht geschlagen geben. Etwa fünf Tonnen wiegt das Monstrum, der Bugatti Chiron keine zwei.

Monstertrucks sind aber nicht für rasante Geschwindigkeiten, atemberaubende Beschleunigungen oder Nordschleifen-Rekorde bekannt. Sie wurden ja auch nicht zu diesem Zweck gebaut. Diese Absurditäten sind vor allem für spektakuläre Stunts zu haben und begeistern ihr überwiegend amerikanisches Publikum immer wieder mit spannenden Shows. Es wird gesprungen was das Zeug hält. Zwar sehen die Trucks in der Luft sehr träge aus, führt man sich die Tatsache vor Augen, dass diese Dinger mehrere Tonnen wiegen, sieht man die Shows in einem ganz anderem Licht. Ein Chiron könnte das nicht. Wobei er können tut er schon, nur wäre es dann vorbei mit dem Multimillionen-Traum. Da kann nicht einmal die tschechische Werkstatt eures Vertrauen helfen.

Die Monstertrucks aber halten hohe Luftstände aus. Sie wurden genau dafür konzipiert, auch Backflips sind für die Kolosse kaum ein Problem. Ein Frontflip blieb bis jetzt immer aufgrund physikalischer Gründe aus. Physik ist „Mad Scientist“ anscheinend kein Begriff. Er kennt keine Grenzen und kennt keine Furcht. Es kam, wie es kommen musste. Der Monstertruck schaffte das unmöglich geglaubte und legte beim „Monster Jam World Finals 18 XVIII 2017“ tatsächlich den ersten Vorwärtssalto im Monstertrucksegment hin.