Pack die Freundin in den Kofferraum!

Ein Mini-Roadtrip mit dem Countryman

Was sollte man tun, wenn die Lieblingsband nun mal einfach nicht nach Österreich kommt, weil sie hierzulande kaum wer kennt? Immerhin nach Deutschland haben sich die Finnen gewagt und da musste ich jetzt eben auch hin. Dabei schaut nicht nur ein Konzert der einsamen Spitzenklasse raus, sondern auch ein kleiner Roadtrip mit dem neuen Countryman – ein Mini-Roadtrip halt.

Text: Jakob Stantejsky

Ich durfte den Countryman schon vor ein paar Monaten in England bei der Pressevorstellung fahren und habe durchwegs positive Erinnerungen an den erwachsensten aller Minis. Da ist es nur logisch, dass ich mich auf meinen diesmaligen Reisecompagnon freue. Ja und meine Freundin ist auch noch dabei.

Umso besser mutet es da an, dass der Countryman ab 180 km/h auf der deutschen Autobahn eine Lautstärke im Innenraum entwickelt, dass man sein eigenes Wort nur mehr bei leichtem Grölen versteht. Spaß beiseite, dieser Umstand hemmt die Reisegeschwindigkeit doch etwas, da es dann bald einmal auch unangenehm wird. Nachdem der Mini also in England schon seine Landstraßentauglichkeit unter Beweis stellen durfte – und dies auch mit ausufernder Spritzig- und Wendigkeit getan hat – steht diesmal der Langstreckenkomfort auf dem Prüfstand.

Doch auch in dieser Disziplin kann der bayrische Engländer überzeugen. Auch bei hohem Tempo fährt sich der Countryman agil, beschleunigt gut weiter und bietet für jede Situation eine passende Lösung. Will man sich mit dem letzten Bisschen Sprit noch über die Landesgrenze zurück nach Österreich retten, leistet die Green-Abstimmung gute Dienste. Im Sport-Modus röhrt man wesentlich aufgeregter, aber auch durstiger durch die Gegend. Ob die schier unendliche Masse an zergatschten Insekten auf der Windschutzscheibe an deren relativ steilem Steigungswinkel oder einfach nur dem Frühlingserwachen geschuldet ist, weiß ich nicht. Doch es ist schon ein Bisschen nervig, die Überreste immer wieder per Hand abwischen zu müssen, da die Scheibenwischer nicht damit zurande kommen.

Falls einem übrigens mal fad ist (beispielsweise am Parkplatz vor der Konzertlocation), bietet der Kofferraum mehr als genug Platz, um sich bequem niederzulassen. Die bessere Hälfte hat dies ausgiebig getestet und ihr Gütesiegel verliehen. Wenn man so manchen Fahrgast jetzt auch einfach so da rein packen könnte, wäre das himmlisch. Du bist natürlich nicht gemeint, Holde! Aber Kandidaten fallen einige ein, da geht es sicher jedem von euch so.

Insgesamt gibt der Mini Countryman auch nach zweimaligem Test in sehr unterschiedlicher Umgebung ein durch und durch positives Bild ab, das Auto ist bequem und luxuriös (in der richtigen Ausstattung), aber bewahrt doch immer diesen Mini-typischen Charme. Mit dem Ding kann man schon mal reisen – gerne wieder!