Carsharing extrem!

Panamera-Flow

Text: Maximilian Barcelli

Carsharing-Dienste sind in einer gut entwickelten Stadt kaum mehr wegzudenken. Logisch, denn das Angebot ist ja an und für sich verlockend, die Preise akzeptabel und in keiner Relation zu den Erhaltungskosten eines eigenen Fahrzeuges – falls man selten ans Steuer greift.

Was man als Car-Sharer allerdings nie wirklich erfahren wird, ist dieses Gefühl der Freiheit, wenn man sich mit seinem eigenen Auto auf die Straßen begibt und sei es eine 20 Jahre alte Kraxn. Mit dieser Kraxn lässt es sich allerdings überall hinreisen. Von Linz nach Graz, von Graz nach Wien. Ganz verrückte Hunde lassen sich auch von einer 15-Stunden-Fahrt in die Toskana nicht abschrecken, selbst wenn das eigene Gefährt keine Klimaanlage besitzt und die gnadenlose italienische Sonne die Innentemperatur auf utopisch hohe Temperaturen ansteigen lässt, während man verzweifelt im Stau vor der nächsten Mautstelle steht und darauf wartet, sich eine Münze aus der Zunge holen zu lassen um vom Fährmann Charon über den Fluss begleitet zu werden.

Solche internationalen Abenteuer lassen sich mit einem Fahrzeug, welches man sein Eigen nennen darf, ganz einfach bewerkstelligen. Mit einem smart von car2go ist die Reise in die Weingebiete Italiens oder in die Unterwelt nicht wirklich möglich, sogar ein Ausflug in die Donaustadt könnte auf Grund der Geschäftsgebiete des Unternehmens problematisch werden. Aber gut, wer fährt schon freiwillig in den 22. Wiener Gemeindebezirk?

Wobei können tut man ja eigentlich schon. Ein mehrstündiger Ausflug in die Lobau (da habe ich doch noch einen Grund gefunden) kostet dann halt viel. Da bringt einem selbst das Argument mit den Erhaltungskosten nicht mehr weit.

Aber abgesehen von der Problematik, dass es sich mit Carsharing-Diensten nicht weit kommen lässt, überwiegen die Vorteile, welche ganz besonders für kleinräumige Nutzer auf der Hand liegen. Neben Umweltfreundlichkeit, Preis und den ganzen anderen mehr oder minder wichtigen Argumenten, gibt es noch einen weiteren driftigen (manchmal muss die Rechtschreibung nun mal den Witz weichen) Grund, weshalb man das Nutzen von car2go oder DriveNow in Erwägung ziehen sollte. Die Autos! Es mach Spaß einen BMW i3 zu lenken (eh klar, bei einem 170 PS starken Elektromotor) und wer setzt sich nicht gerne in ein Fahrzeug, welches einen dominanten Stern am Kühlergrill trägt.

Gehen wir einen Schritt weiter. Die Superlative wäre hier beispielsweise ein Carsharing-Dienst von Porsche. Man stelle sich vor: Schnell mit einem 911er in die Arbeit, zur Not kann aber auch ein 718er Cayman herhalten. Da wird der Weg ins Büro zum Highlight des Tages! Genau diese Idee verpackte Porsche in ein lustiges Video, gefahren wird allerdings nicht von den Carsharing-Nutzern selbst, sondern vom Porsche Werksfahrer Romain Dumas, welcher schon zwei Mal den Gesamtsieg im legendären 24 Stunden Rennen von Le Mans holen konnte.

Dass die Carsharer den Panamera Turbo nicht selbst fahren durften ist spätestens dann vergessen, als Dumas einen kleinen Umweg über die Rennstrecke nimmt. Hier fühlt sich die Luxus-Limousine aus Zuffenhausen richtig wohl und zeigt den Car-Sharern, wie sich 550 PS anfühlen und das 3,8 Sekunden von Null auf Hundert bestimmt keine Phantasiezahl ist.

Ob Fake oder nicht, wir genießen das lustige Video und hoffen insgeheim ein wenig, auch einmal so wunderbar überrascht zu werden.