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Nissan GT-R vs. Tesla Model S P90D

Godzilla als Stromfresser?

Nissan GT-R vs. Tesla Model S P90D



Ja wir wissen’s! Das aktuelle Model S P100D wäre wahrscheinlich sowieso schneller als der GT-R, hier tritt ein Supersportwagen gegen eine Limousine an und so weiter und so fort. Aber es ist nicht unsere Schuld, dass Godzilla weiterhin eines der beliebtesten Autos bleibt, wenn es um Dragrennen geht. Trotz seines hohen Alter nimmt er den jungen Wilden immer noch persönlich die Platzreife ab. Kann der Tesla sie sich holen?

Text: Jakob Stantejsky



Der GT-R hat also mal wieder einen Viertelmeilenvergleich gewonnen, nachdem er die letzten Male den Kürzeren gezogen hat. Das Argument mit der Limousine widerrufen wir übrigens gleich wieder, schließlich hat der Audi RS6 Godzilla auch gepackt, und das mit deutlich weniger als den 762 PS des Model S P90D. Dass der Japaner mit 200 Pferden und über 200 Newtonmeter Drehmoment weniger als der Amerikaner daherkommt, sollte vielleicht auch Erwähnung finden, selbst wenn der Tesla mehr wiegt. Schlussendlich finden wir es da doch recht lässig, wie der GT-R den Stromer in die Schranken verweist. Und das ganz ohne sich eine Dreiviertelstunde lang in Aufwärmgymnastik zu ergehen.

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Elon Musk: Mit Autoschlitten gegen das Verkehrschaos

The Boring Company

Elon Musk: Mit Autoschlitten gegen das Verkehrschaos



The Boring Company von Elon Musk möchte Pendler künftig unterirdisch mit bis zu 200 Kilometern pro Stunde durch Tunnel zur Arbeit schicken. Getestet wurde der erste Autoschlitten im Tunnelsystem bereits.

by Patrizia Zernatto

Ab unter die Erde

Mit der neuen Firma “The Boring Company” präsentiert Elon Musk seine Lösung für die Probleme des modernen Stadtverkehrs. Bereits im April erzählte der Tesla-CEO von dem Tunnelsystem, in welchem Autos auf einen Schlitten auffahren, dort parken und dann samt Insassen mit hoher Geschwindigkeit unterirdisch transportiert werden. So sollen vor allem Pendler dem oberirdischen Verkehr ausweichen können und damit viel Zeit und Nerven sparen.
Dieses Tunnelsystem soll mit Abkürzungen von einem zum anderen Ende der Stadt zuerst den Großraum Los Angeles entlasten und dann als unterirdisches Autobahnsystem den Verkehr aller Metropolen weltweit.

Mit 125 mph (200 km/h) durch den Tunnel

Musk zeigte in einem Social Media Video bereits erste Ausschnitte der Testfahrt des Autoschlittens. Dabei schaffte es das Fahrzeug, das magnetisch angetrieben und über eine Schiene in der Mitte mit Strom versorgt wurde, auf 125 mph (über 200 km/h) und könnte in der Praxis nicht nur die Zeit von A nach B erheblich verringern, sondern auch Unfälle vermeiden.
Die ersten echten Tunnel soll laut Musk zwischen dem Los Angeles Airport und Culver City, Santa Monica, Westwood bzw. Sherman Oaks entstehen. Ob und wie schnell dieses Tunnelsystem unter den Städten dieser Welt entstehen kann, steht allerdings noch nicht fest und natürlich erheben sich auch genügend Stimmen gegen dieses Vorhaben. Doch wie bei allen Zukunfts-Ideen heißt es: Sag niemals nie!


Photo & Video Credit: The Boring Company

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Das Tesla Solar Roof

Das neueste Dach überm Kopf

Tesla Solar Roof



Solarzellen aufs hauseigene Dache zu klatschen, ist eigentlich eine runde Sache. Unbestrittenerweise tun die Energieerzeuger der Umwelt gut, machen (wenn sie erst montiert sind) nicht allzu viele Umstände und erleichtern einem die Stromrechnung, sobald sie sich gerechnet haben. Dennoch sind die Sonnenabsorber relativ selten in freier Wildbahn zu sehen. Tesla stößt nun auch in diese Nische vor, mit dem Tesla Solar Roof.

Text: Jakob Stantejsky / Bilder: Tesla



Ein kleines Problem lösen die Amerikaner schon mal ganz sicher: Denn das Solar Roof schaut top aus. Vom Boden ist es nicht wirklich von einem normalo-Dach zu unterscheiden, ganz im Gegenteil, es wirkt sogar ganz besonders hochwertig. Tesla brüstet sich außerdem auch mit praktischen Werten. So fallen die Solarziegel in die höchste Widerstandsklasse, was Hagel, Wind und Feuer betrifft. Dies ist möglich, da sie allesamt mit speziellem, gehärtetem Glas beschichtet sind. Tatsächlich sind die Tesla-Ziegel sogar robuster als das Durchschnittsdach. Auch in Punkto Garantie lassen Musk & Co. sich nicht lumpen und versichern, dass die Ziegel so lange halten, wie das Haus steht. Des Weiteren sind Stromerzeugung und Wetterbeständigkeit für je 30 Jahre garantiert.



Oben könnt ihr die vier verfügbaren Styles sehen, aus denen der potentielle Käufer wählen kann: Die beiden Letzteren, in Toskana- und Schieferdachoptik, hat Tesla jedoch erst ab 2018 im Programm. Fesch sind sie schon alle miteinander, da gibt’s nix zu motzen.

Wie wir es von Tesla gewöhnt sind, liefert die amerikanische Weltverbesserer-Firma ein überzeugendes und hochwertiges Stück Technik. Wir gehen allerdings auch davon aus, dass man dementsprechend löhnen darf. Aber immerhin, es geht weiter in die richtige Richtung.

Tesla-LKW

Elon Musk teast den ersten Tesla-LKW

Im September ist es soweit

Elon Musk teast den ersten Tesla-LKW



Elon Musk präsentiert das erste Teaser-Bild des ersten E-LKWs von Tesla, der bereits im September enthüllt werden soll.

by Patrizia Zernatto

Kleiner Teaser mit großen Plänen

Hierzulande erfährt man Neuigkeiten zumeist aus der Zeitung (egal ob online oder ganz old-fashioned in der Printversion), doch in Amerika zwitschern die Vögel die News von den Dächern. Elon Musk twitterte kürzlich, dass der erste Tesla-LKW bereits im September der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Beinahe im gleichen Atemzug rückte er während eines TED-Interviews auch noch mit einem Teaser-Bild heraus.





Teslas erstes batteriebetriebenes Nutzfahrzeug ist allerdings kein Vorreiter am Elektro-LKW Markt. Es gibt bereits mehrere Hersteller, die ihre Elektro-Brummis im Einsatz haben, doch alle haben dasselbe Problem: es fehlt ihnen an Ausdauer. Die Reichweite der elektronisch betriebenen Sattelkraftfahrzeuge war bis dato noch sehr beschränkt, was vor allem auf das hohe Eigengewicht samt Zuladung zurückzuführen ist. Musk bestätigte allerdings, dass der Tesla-LKW auch größere Ladungen über weite Entfernungen transportieren können wird. Wie der Konzern das anstellen möchte, ist jedoch noch geheim. Wir wissen aber bereits, dass auch der Semi Truck über die von Tesla bekannte Autopilot-Funktion verfügen wird. Das Fehlen der Seitenspiegel bestätigt (am Teaser-Bild) diese Information und unterstreicht die Zukunft des autonomen Fahrens nur noch mehr.

Musk testet den funktionierenden Prototypen übrigens auch selbst, jedoch durfte er damit nur am firmeneigenen Parkgelände ein paar Runden drehen. Im Interview schwärmt er von den Fahreigenschaften und davon, dass sich der Fahrer darin beim Beschleunigen beinahe wie im Model S fühlen wird.

Aber das ist nicht alles, was Elon Musk als CEO von Tesla für die Zukunft geplant hat. In spätestens zwei Jahren möchte man ihm zufolge einen Pickup präsentieren. In dem 40-minütigen Interview erzählt er aber auch über SpaceX und The Boring Company, sein neuestes Tunnelbau-Unternehmen. Mit dem will er zukünftig zumindest einen Teil des Verkehrswahnsinns unter die Erde bringen. Langfristig möchte man noch dazu am Aufbau einer Flotte selbstfahrender Fahrzeuge arbeiten, die als Robotertaxis oder Transporter den Verkehr umkrempeln sollen.

Dream big, wie es bei den Amerikanern so schön heißt, doch bei all den kleinen Pannen und Problemchen, die Tesla in den letzten Wochen und Monaten so hatte, kann man ihnen bei der Umsetzung all der Pläne nur viel Erfolg wünschen. Ein wenig Skepsis schwingt trotzdem mit…

Photo Credit: Tesla, Elon Musk

TeslaModelS

Tesla Model S: Der begehrteste Gebrauchtwagen

Mit Respektabstand!

Tesla Model S: Der begehrteste Gebrauchtwagen



Ein Gebrauchter muss her, doch wo findet man das beste Angebot und welches Auto liegt im Moment besonders im Trend?

by Patrizia Zernatto

Tesla überholt sie alle

Der Gebrauchtwagenkauf kann sich schon Mal ordentlich in die Länge ziehen. Entweder es liegt am fehlenden Angebot oder das Angebotene ist zu teuer, zu alt, nicht genügend gepflegt und so weiter – die Liste der Probleme ist nicht selten äußerst lange. Man ist auch gut beraten, nicht beim erstbesten Modell zuzuschlagen, den das vermeintliche Schnäppchen kann sich schnell als finanzielles Grab herausstellen. Aber wie findet man nun den idealen Gebrauchten und welche Wagen liegen besonders im Trend? Die US-Plattform Autolist.com hat sich dieses Problems angenommen – zumindest in den USA.

Autolist geht an den Gebrauchtwagenkauf ran, wie wir es von der Reiseplanung bereits seit längerem kennen: Ähnlich wie Kayak, CheckFelix, Expdia, Swoodoo und Co. kombiniert Autolist all die Angeboten von den unzähligen Gebrauchtwagen-Pages und spuckt Angebote von Privatpersonen, aber auch Händlern gleichermaßen aus. Auch für Käufer, die sich nur auf ein Budget festlegen konnten, aber noch keine Ahnung haben, was für einen Wagen sie eigentlich gerne hätten, hat die Plattform die passende Lösung. Hier kann man zum Beispiel nach Familien-Fahrzeugen unter 5.000 US-Dollar suchen oder sich auch die Auswahl der Sportcoupés unter 10.000 US-Dollar ansehen.







Die US-Plattform hat unter anderem auch untersucht, welche Fahrzeuge im Moment besonders gefragt sind und das Ergebnis hat selbst uns überrascht. Teslas Model S übertraf alle anderen Werte bei Weitem. Am amerikanischen Markt sind Teslas trotz all ihrer Problemchen anscheinend nicht nur als Neuwagen gefragt, sondern machen sich auch am Gebrauchtwagen-Markt äußerst positiv bemerkbar. Das gebrauchte Model S verkauft sich laut der Studie, bei der über 10 Millionen Auto-Inserate über einen Zeitraum von 10 Monaten untersucht wurden, nicht nur schneller, sondern bringt dem Verkäufer auch einen besseren Verkaufspreis als vergleichbare andere Fahrzeuge. Selbst die in den USA beliebten Luxusmodelle von Ford oder GM liegen weit hinter dem erstplatzierten Elektroauto. Das Tesla Model S verkaufte sich zwischen 3% und 5% schneller und besser als der Audi A7, der 6er BMW oder der Mercedes-Benz CLS. Im Durchschnitt wechselte der gebrauchte Tesla in nur 87 Tagen den Besitzer.





“We would expect top-performing vehicles in a peer group to have prices [about] 2% above our adjusted expectations for the segment. But 3% to 5% above, and maintaining that level of performance over the past year? That’s surprising,” ist selbst der Vizepräsident von Autolist.com, Alex Klein, überrascht.

Einer der wichtigsten Gründe für diese Zahlen ist die hohe Nachfrage nach dem Model S. Ob sich das Model X in der SUV-Klasse und das Model 3, dass Ende des Jahres auf den Markt kommen soll, ebenso gut am Gebrauchtwagenmarkt eingliedern werden, wird sich allerdings noch zeigen. Wir warten derweil auf eine ähnlich praktische, universelle Gebrauchtwagensuchmaschine für Europa.

Photo Credit: Tesla, Autolist

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Der Lucid Air lässt die Muskeln spielen

Tesla-Schreck mit 350 Sachen in Ohio

Der Lucid Air lässt die Muskeln spielen

Text: Maximilian Barcelli

Wie schnell kann eigentlich Elektro? Das Tesla Model S riegelt zwar bei 250 km/h ab (zumindest tun dies die Top-Modelle, die schwächeren müssen sich mit 225 und 210 km/h zufriedengeben), schneller würde jedoch sicherlich gehen. Das Schmelzen der Akkus muss dann halt in Kauf genommen werden.

Lucid Motors zeigt wiederum, was alles möglich sein kann und beschleunigt sein Baby, den Lucid Air – auch bekannt als angehender Tesla-Killer – auf satte 350 km/h. Auf einer Teststrecke in Ohio ließen die Amerikaner dem Biest freien Lauf und achteten dabei penibel auf die Hitzeentwicklung und auf die Fahrstabilität – zusammengefasst also: Wie verhält sich unser 1000 PS starkes E-Monstrum bei Geschwindigkeiten von weit über 300 km/h? Antwort: Anscheinend sehr gut!

Das Tempo, welches der Lucid Air in Ohio auf den Tisch knallte, war sogar elektronisch abgeriegelt. Wie schnell der Model S Konkurrent tatsächlich sein könnte, bleibt also offen. Nächstes Jahr soll der Air dann in Produktion gehen und ab 2019 reiche Hipster, die sich dem Tesla-Mainstream wiedersetzen, glücklich machen.


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Ein neuer Tesla-Roadster kommt

Zurück an den Anfang

Ein neuer Tesla-Roadster kommt!



2006 stellte der Tesla-Konzern einen Roadster vor, der der Beginn einer gigantischen Erfolgsgeschichte werden sollte. Damals wurde die Elektrotechnik noch in ein Lotus Elise-Chassis gestopft, da man noch gar keine eigenen Autos fertigen konnte. Elf Jahre später ist alles anders und Elon Musk kündigt einen neuen Tesla-Roadster an.

Text: Jakob Stantejsky



Das bis 2012 gebaute Cabrio brachte immerhin schon 292 Strom-PS mit und schaffte den Sprint von 0 auf 100 in knapp vier Sekunden. Doch Tesla wäre nicht Tesla, wenn die Neuauflage diese Marke nicht pulverisieren würde. Auf Twitter hat Elon Musk bestätigt, dass das Model S der schnellste Tesla bleiben wird, bis in ein „paar Jahren“ der neue Roadster erscheint. Ob er ein Stoff-, Blechdach oder beides im Angebot haben wird, wurde noch nicht näher ausgeführt. Wir sind auf jeden Fall hoch gespannt. Denn schneller als das Model S zu sein, hieße in weniger als 2,7 Sekunden auf Landstraßentempo zu beschleunigen. Und das lassen wir uns garantiert nicht entgehen!

PS.: Musk hat übrigens – ebenfalls auf Twitter – die Enthüllung des Tesla-LKWs für September angekündigt, einen Pickup wird es in 18 bis 24 Monaten geben. What a time to be alive!

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5 Wahrheiten über Elektromobilität

Was ihr schon immer über E-Autos wissen wolltet

5 Wahrheiten über Elektromobilität

Werden sie die Welt retten, und wenn ja, wie? Wie gefährlich ist der Elektrosmog, droht bald der Peak-Lithium? Und wo soll überhaupt der ganze Strom herkommen? Fünf unumstößliche Wahrheiten für Ihren Umstieg.



Text: Bernhard „Kugelblitz“ Katzinger / Fotos: Eryk Kepski

Kürzlich, Premiere. Benzingespräch (ähem!) mit Freunden, die über die Anschaffung eines neuen Autos nachdenken und doch glatt ein Elektroauto in Betracht ziehen. Ganz normale Menschen, keine Millionäre auf der Suche nach einem weiteren spleenigen Hobby. Vater, Mutter, Kind, urban wohnend, zweimal im Jahr Urlaub. Na gut, wenn es jetzt schon so weit ist, höchste Zeit für unsere fünf unumstößlichen Wahrheiten zum Thema „E-Mobility“.



1. E-Autos werden die Welt nicht retten

Weltenrettung ist eine extrem schwierige Aufgabe, die – so viel steht fest – durch Konsum keinesfalls zu bewerkstelligen ist. Und auch wenn der leise vorbeisurrende 120.000-Euro-Tesla keine Fossilien verbrennt, verbraucht er in Anschaffung und Betrieb Rohstoffe und Energie – und zwar gar nicht so wenig. Entscheidend für die Ökobilanz im Betrieb ist die Antwort auf die Frage, wo die Energie für die Stromerzeugung herkommt. Faustregel: Kohle (fossil) scheiße, erneuerbare gut (außer du bist der mit dem Windradl im Garten), Mochovce überhaupt oje. Deshalb zahlt Minister Leichtfried auch nur jenen eine Elektroautoprämie aus, die einen Stromliefervertrag mit einem Ökostromanbieter nachweisen.



2. Richtiger Smog ist schlimmer als Elektrosmog.

Es gibt Elektrosmog. Nerds nennen ihn „nichtionisierende Strahlung“, wie sie etwa von Handys, WLAN etc. ausgeht. „Elektrosensible“ Menschen reagieren auf diese Strahlung mit allerhand Maroditäten. (Während „richtiger“ Smog erforschtermaßen alle krank macht.) Allerdings ist das nicht unbedingt ein Problem, das E-Autos im Besonderen betrifft. Forscher der Berner Fachhochschule Technik und Informatik haben nachgemessen und festgestellt, dass die Strahlung im Inneren von E-Autos nicht höher ist als bei Benzinern. Weil, witziges Detail: Der Stahlgürtel der Reifen kann bei der Fahrt ein stärkeres elektro magnetisches Feld als der E-Motor erzeugen. Weshalb man in der Schweiz die Reifen (in einem althelvetischen Druidenritual vermutlich) entmagnetisieren lassen kann. Kostet etwa 70 Schweizer Franken. Kein Witz, bis auf das mit den Druiden.



3. Die Fahrweise bestimmt die Reichweite.

Im Grunde kennen wir das aus unseren modernen 180-PS-Dieselkombis: Der Normverbrauch von 6 Litern geht sich nie so ganz aus. Immer ist entweder Winter, wir haben es eilig oder wollen gut gekühlten Leibes ankommen. Gut, 30 Prozent mehr, was ist das schon, und unter 8 Liter auf 100 km sind doch auch ganz anständig, nicht wahr? Dasselbe gilt im E-Auto, allerdings mit verschärften Spielregeln. Gerade Heizung und Klimatisierung schlagen beim Elektriker empfindlich auf die Reichweite durch. Dazu kommt, dass der Akku beheizt werden muss, wenn es draußen kalt ist. Der Einfachheit halber geben die Hersteller von E-Autos den Normverbrauch gleich in Reichweite an: 400 Kilometer maximal mit dem neuesten Renault Zoe, knapp 560 mit dem Tesla Model S 90D und 200 mit unserem Dauertester Nissan Leaf.



Real verhält es sich mit diesen Werten ähnlich wie mit den Normverbrauchswerten der Verbrenner oder mit Längenangaben pubertierender Jünglinge. Die gute Nachricht: Je häufiger man elektrisch fährt, desto unaufgeregter nutzt man das Beschleunigungspotenzial. So fahren wir unseren Nissan Leaf im Dauertest zwischen 14 und 20 kWh/100 km. Der Normverbrauch wird mit 15 angegeben. Der Tesla soll 23 kWh/100 km verbrauchen. Im Test erreichen wir unter Aufbietung von etwas Selbstbeherrschung 25, allerdings zeigt das Display (siehe Foto) deutliche Ausreißer nach oben, z.B. wenn an der grünen Ampel ein BMW in seine Schranken gewiesen werden musste. Den Renault mit einem Normverbrauch von 13 kWh/100 km fuhren wir für seriöse Ergebnisse zu kurz. Aber für alle gilt, was auch für den Dieselkombi gilt: Der Normwert ist nicht unerreichbar.



4. Seltene Erden sind recycelbar.

Eine Kilowattstunde Speicherkapazität frisst 150 Gramm Lithium, das sind etwa 10 Kilo pro Tesla. Wenn wir demnach alle E-Autos fahren sollen, brauchen wir eine Menge Lithium (und andere seltene Erden). Für Lithiumressourcen gilt dasselbe wie für das Erdöl: Man kann nicht genau sagen, wie viel es davon gibt. Viel wichtiger ist aber auch, mit welchem Aufwand man es aus der Erde kriegt. Schätzungen von Forschern zufolge gibt es Material für einige Milliarden Elektroautos, und: Es lässt sich aus alten Akkus recyceln.



5. Was E-Autos mit dem Rauchen-Aufhören gemeinsam haben.

Sie werden zunehmen, wenn Sie sich mal für ein Elektroauto entschieden haben. Wieso? Weil die öffentlichen Ladestationen immer bei Einkaufszentren mit Schnellrestaurants oder bei Fastfoodketten zu finden sind. Das schlägt nicht nur auf die Hüften, sondern wirkt sich auch äußerst negativ auf die Ökobilanz der Elektromobilität aus.



Weil, wie Ihnen jeder Umwelt-Auskenner bestätigen wird, erzeugen die Rindviecher, aus denen die guten Laberln herausfaschiert werden, global gesehen einen CO2-Fußabdruck, der Kontinente unter sich begräbt. Also: Lieber einen Veggie-Burger im SUV als den Triple-Cheeseburger im Tesla! Oder gleich zu Hause in der Garage eine Ladestation installieren, die seit März ebenfalls von der Obrigkeit finanziell unterstützt wird. Und jetzt? Eh alles klar, oder? Das Auto ist bekanntlich nach der Wohnung der zweitgrößte Budgetposten für Herrn und Frau Österreicher, die Entscheidung für die neue Technologie sicher ein gewisses Wagnis. Andererseits: wer nicht wagt, und so weiter … Meine Freunde haben sich noch nicht entschieden.

:Infoporn
Nissan Leaf
Akkukapazität: 24 kWh
Leistung: 80 kW
Reichweite NEFZ: 199 km
Beschleunigung von 0-100 in: 11,5 Sek.
Spitze: 144 km/h
Gewicht: 1.512 kg
Preis: ab 22.907 Euro inkl. Batteriemiete

:Infoporn
Tesla Model S 90D
Akkukapazität: 90 kWh
Leistung (2 Motoren): 285+193 kW
Reichweite NEFZ: 557 km
Beschleunigung von 0-100 in: 4,4 Sek.
Spitze: 250 km/h
Gewicht: 2.148 kg
Preis: ab 106.400 Euro

:Infoporn
Renault Zoe R90 Z.E. 40

Akkukapazität: 41 kWh
Leistung: 68 kW
Reichweite NEFZ: 403 km
Beschleunigung von 0-100 in: 13,2 Sek.
Spitze: 135 km/h
Gewicht: 1.555 kg
Preis: ab 22.190 Euro exkl. Batteriemiete (ab 69 Euro pro Monat)

Unbenannt

Ein Tesla-Easter Egg macht euch zum Künstler

Cockpit-Künstler

Durch dieses Tesla-Easter Egg



Tesla steht ja nicht nur für Elektromobilität, autonomes Fahren (wenn es denn die Gesetzeslage zuließe) und High-Tech, sondern die Amerikaner bauen auch mit schöner Regelmäßigkeit den einen oder anderen Scherz in ihre Autos ein. Da ist es nur passend, dass es rechtzeitig zu Ostern ein ganz besonderes Tesla-Easter Egg gibt.

Text: Jakob Stantejsky


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Das Software-Update 8.1 für alle Tesla-Fahrzeuge bringt nicht nur  die Autopilotenfunktion bis zu 130 km/h mit, sondern beinhaltet auch ein Easter Egg: Denn sobald das Update im jeweiligen Auto installiert ist, kann man auf dem Infotainment-Display seinen inneren Dürer entfesseln. Wie das? Nun, durch schnelles dreimaliges Drücken des „T“-Logos am Bildschirm öffnet sich eine App, die an Microsoft Paint erinnert und im Prinzip genauso funktioniert. Wenn ihr am Steuer eines Teslas sitzt, könnt ihr also die nächste rote Ampel damit zubringen, euer ganz persönliches Kunstwerk zu erschaffen. Ist das Gemälde zu eurer Zufriedenheit gelungen, könnt ihr es auch mit dem Rest der Welt teilen („Yes, I am an artist!“). Falls nicht, behaltet ihr es eben für euch („No, the world isn’t ready for my art.“).

Elon Musk ist natürlich – wie immer – ganz begeistert von der neuesten Tesla-Spielerei und hat seine zwei bisherigen Favoriten auf Twitter zur Schau gestellt. Das furzende Regenbogeneinhorn links ist übrigens ein Abklatsch des Motivs auf Musks Lieblingskaffeetasse.

Model 3

Sehen wir hier das fertige Tesla Model 3?

Von pubertären Witzen und mehr

Sehen wir hier das neue Tesla Model 3?


In Bälde wird Tesla sein Portfolio um ein weiteres Fahrzeug ergänzen: Das Model 3. Dieses wird so etwas wie der kleine und preiswertere Bruder des Model S, ohne dabei auf Tesla-Werte wie Sicherheit und High-Tech zu verzichten. Nun hat Elon Musk ein erstes Video einer „release candidate version“ des Model 3 getweetet. Viele Leute beschäftigen sich zurzeit aber eher mit der Modellbezeichnung, anstatt mit dem Auto selbst.

Text: Jakob Stantejsky


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Gut, aus diesem Video kann man jetzt nicht allzu viele Schlüsse ziehen, da ja auch noch keine Garantie besteht, dass das Model 3 genau so auf den Markt kommt. Viel wird sich aber höchstwahrscheinlich nicht mehr verändern, daher können wir uns mit den Formen schon mal anfreunden. Laut der Tesla-Website wird der neueste Stromspross 354 km Reichweite draufhaben, ebenso wie eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter sechs Sekunden. Der US-Preis soll bei ungefähr 35.000 Dollar beginnen, Schnäppchen wird das Model 3 in Europa also ganz sicher keines. An der obigen Adresse könnt ihr euer Model 3 übrigens für 1.000 Euro bereits vorbestellen. So, und was war das jetzt mit der Modellbezeichnung? Ganz einfach: Schon mehrfach wurden Stimmen laut, die sich über den „verwirrenden“ Namen des jüngsten Teslas beschwerten. Wieso trüge das Model 3 eine Nummer im Namen, wenn doch die beiden Geschwister S und X sozusagen buchstäblich betitelt sind? Musk hat dazu Folgendes zu sagen:

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Das gute Stück sollte also Model E heißen, damit die drei Fahrzeuge gemeinsam die Buchstabenfolge S-E-X ergeben. Nicht der originellste aller Witze, aber was soll’s? Da Ford sich die Bezeichung Model E aber schon sichern hat lassen, geht das leider nicht und deshalb ist Tesla jetzt nicht SEXy sondern S3Xy. Immerhin, man erkennt es noch. Dafür gebührt Musk auch alle Ehre, schließlich hat er mit viel Einfallsreichtum hart für diesen Moment gekämpft. Ford ist in dieser Geschichte der Bösewicht – andererseits; wen interessiert’s?