222 – 2 monster-motors, 2 monster-controller, 2 damn fast

Zombie 222: Ford Mustang mit Elektromotor

Was ist (unter anderem) das Beste an einem 68er Mustang? Natürlich der Sound! Doch der fehlt bei diesem umgerüsteten Elektro-Mustang vollständig. Trotzdem geht das Pony ab wie Lutzi!

by Patrizia Zernatto

Entweder, oder … Oder doch nicht?

Wer sich einen Mustang in die Garage stellt, der fährt meist als Zweitwagen keinen Prius: Entweder man steht auf brachiale Musclecar (bzw. korrekterweise Ponycar) Power oder auf kleine Flitzer mit Elektroantrieb. Entweder es wummert ordentlich unter der Motorhaube oder man hört das Zwitschern der Vögel und sonst absolut nichts. (Klar, da gibt es natürlich auch noch die Rubrik Tesla & Co., aber das ist wieder ein anderes Thema.)

Das ändert sich nun allerdings mit dem Zombie 222, ein Ford Mustang aus dem Jahre 68, der es ganz ohne Hubraum unter drei Sekunden auf Tempo Hundert schafft und damit die Testfahrer nach der Reihe dumm aus der Wäsche schauen lässt. Statt des 4,7 Liter V8 steckt in diesem Pony nämlich ein elektrischer Antriebsstrang, wobei zwei aneinander gekoppelte Elektromotoren über 800 PS liefern. Theoretisch wären sogar bis zu 1500 PS möglich. Dazu kommt noch das Drehmoment von sagenhaften 2400 Newtonmeter. Trotzdem: Außer den quietschenden Reifen ist nichts zu hören.

Wo man so einen Frankenstein-Mustang findet? Natürlich in Amerika, genauer gesagt in Austin, Texas. Dort gründeten Mitch Medford und John Wayland Bloodshed Motors und verdienen ihr Geld im Umrüsten alter Pony- und Musclecars. Wahre Oldtimer Fans rümpfen bei diesem Gedanken wohl nur die Nase, aber keine Sorge, die Texaner verwendeten für den Umbau einen “Mustang von der Stange” und kein Unikat. Eine Eleonore mit E-Motor würde wirklich all ihren Charme verlieren.

Aber zurück zum Zombie: Zum neuen Antrieb kamen noch ein Gewindefahrwerk, ein Stabilisator und die spezielle Aufhängung. Und damit das Ausgleichen von Drehzahl, Stromstärke und Spannung der beiden Motoren sowie der Batterie gewährleistet ist, kamen noch zwei fette Controller (das ist das Gegenstück zur Einspritzung des Verbrennungsmotor) mit ins Spiel. Rund 200.000 US-Dollar kostet der modernisierte Oldtimer. Da sollte man sich eigentlich ein wenig mehr als eine Reichweite von lediglich 200 Kilometern erwarten, aber ein solches Biest wurde ohnehin nicht für das tägliche Pendeln geschaffen.

Photo & Video Credit: Autoblog