England von Deutschland befeuert!

Bristol Bullet

Bristol Bullet

Der Bristol Bullet kommt 2017, selbstredend als Kleinserie, auf den globalen Automobilmarkt. Bislang nennt man ihn noch Bristol Pinnacle. Am Goodwood Festival of Speed war der Prototyp zu bewundern.

Von Karl Jereb

Bristol ist eigentlich ein Traditionsunternehmen aus England, welches allerdings 2011, mit dem Bristol Fighter, von der Bühne der Fahrzeughersteller verschwand. Vier Jahre lang war es ruhig um den Kleinserienproduzenten. Doch im Jahre 2015, pünktlich zum 70. Geburtstag, meldeten sich die Damen und Herren Engländer zurück – und zwar mit einer Zweisitzer-Flunder namens Bristol Bullet.

Beim Hillclimb am Festival of Speed in Goodwood konnte man die „Kugel“ bereits bestaunen, allerdings nur den Prototyp des 2017 in Serie gehenden Rechtslenkers. Der flotte Engländer wird durch den Einsatz von BMWs bereits in den Mülleimer gekippten 4,8-Liter-V8 befeuert und ist damit seinem Landskollegen Morgan auffallend ähnlich. 374 Pferdchen lauern unter der Haube, 490 Newtonmeter sind entfaltbar.

Dank des üppigen Einsatzes von Kohlefaserlaminat und Aluminium müssen die Pferde lediglich 1.250 Kilogramm bewegen. Das klappt in nur 3,8 Sekunden auf 100 Stundenkilometer. Topspeed: 250 km/h.

Innen besticht der Deutsch-Engländer durch den Einsatz von hochwertigen und ansehnlichen Materialien. Einziges erwähnenswertes Manko: Wenn man so mir nichts dir nichts mit dem Bristol Bullet in der Bredouille herumcruist, ein nettes Mädchen an seiner Seite, eine Flasche Champagner und ein paar Erdbeeren im eigens hergestellten Köfferchen im hinteren Kofferraum aufbewahrend, und es plötzlich beginnt zu regnen, dann ist Schluss mit lustig. Die Jungs und Mädels von Bristol verzichten nämlich auf ein Verdeck!

Bilder: Bristol Cars