Die amerikanische Antwort

Cadillac CT6 V-Sport: Mit V8 gegen die deutschen Platzhirsche

Cadillac überarbeitet sein Limousinen-Flaggschiff CT6 – und rüstet dieses mit einem wuchtigen V8-Aggregat auf.

Text: Maximilian Barcelli

Mit sieben Neuzulassungen im letzten Jahr ist Cadillac in Österreich jetzt nicht gerade der gaaaanz große Player im Neuwagenbusiness – auch wenn der amerikanische Hersteller immerhin ein Fahrzeug mehr als Lotus und sogar zwei mehr als Dodge verkaufte. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Zum Beispiel mit dem Limousinen-Flaggschiff CT6, das momentan Fit für 2019 gemacht wird. Der Cadillac kriegt neben neuen Lamperln – ein Facelift ohne diesen geht nämlich gar nicht – eine schärfere und gleichzeitig filigranere Optik verpasst und auch das Infotainmentsystem wird aufgefrischt.

Alles schön und gut – die richtige Party findet allerdings unter der Haube statt: Da hält nämlich ein neuer, bärenstarker V8-Motor Einzug, das dem BMW M5 und der E-Klasse aus Affalterbach (Oder gar 7er und S-Klasse?) ordentlich Kopfzerbrechen bereiten dürfte. Zumindest dort, wo Cadillacs auch vermehrt gekauft werden.

Das neue Aggregat erarbeitet 550 PS, die mittels 10-Gang-Automatikgetriebe an alle vier Räder weitergeleitet werden. An Drehmoment fehlt es dem U.S.-Luxus-Flaggschiff auch nicht: 850 Newtonmeter stellt es zur Verfügung. Das komplett neue 4,4-Liter-Aggregat ist allerdings nicht der einzige Leistungsträger, der den Cadillac CT6 V-Sport zu solch einer Rennsau macht. Brembo-Bremsanlage, mechanisches Sperrdifferenzial an der Hinterachse sowie eine schärfere Lenkung und eine besondere Fahrwerksabstimmung machen das Topmodell des CT6 zum Kurvenliebhaber. Bleiben nur noch ein paar Fragen offen: Schafft’s der Cadillac CT6 V-Sport überhaupt ins Alpenland und wie viel müsste dann wohl für die Luxuslimousine aus Übersee gelohnt werden?