Perfekt ist (fast) niemand

Mazda MX-5 mit 220 PS!

Eigentlich war er perfekt, der Mazda MX-5. Freudige 160 PS, ein knackiges Getriebe und quasi kein Gewicht – der Japaner entfacht mehr Freude als manch viel teurerer und stärkerer Konkurrent.

Text: Maximilian Barcelli

Doch Mazda lehrte uns, dass es sowas wie Perfektion nicht gibt. Man klatschte im Zuge des Facelifts auf die 160 Pferdchen noch einmal 24, machte das Lenkrad längenverstellbar und erhöhte die Maximaldrehzahl – fertig war der nächste perfekte MX-5. Jetzt aber wirklich. Oder doch nicht?

Beide Karosserievarianten des MX-5 vor dem Facelift.

Diesmal ist es aber nicht der Hersteller selbst, der mit einer Optimierung aufhorchen lässt, sondern das auf MX-5-Tuning spezialisierte Unternehmen BBR GTi aus Großbritannien. Deren brandneue, auf das Facelift-Modell angepasste, Modifikationen blasen den zwei Liter großen Vierzylinder auf bis zu 221 PS auf. Das beste daran: Die Leistungssteigerung von 36 PS wird ohne Turbolader erreicht, der Motor bleibt ein puristischer Sauger – was die Literleistung von rund 110 PS noch beachtlicher macht.

Wer denkt, die Jungs und Mädels von BBR GTi hätten lediglich die Software überarbeitet, irrt gewaltig. Neue Ventilfedern, Nockenwellen und ein verbesserter Ansaugbereich zeichnen sich für den Leistungszuwachs ebenso verantwortlich, wie die veränderte Motorsteuerung. Kostenpunkt: Umgerechnet knapp unter 2.600 Euro.

Beitragsbild: © BBR GTi