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Der erste Cybertruck-Kunde: Die Dubaier Polizei

Der Tesla Cybertruck hat bei seiner Präsentation große Wellen geschlagen. Kein Wunder angesichts des äußerst schrillen Designs. Jetzt hat sich schon der erste Kunde angekündigt, nämlich die Dubaier Polizei. Denn wer zur Hölle auch sonst?

Text: Jakob Stantejsky

Mit diesem Tweet macht die Behörde unmissverständlich klar, dass sie gerne einen der elektrischen Pickups in die illustre Riege ihrer Dienstfahrzeuge aufnehmen will. Dort tummeln sich schließlich auch schon Exoten wie der Bugatti Veyron, der Nissan GT-R oder der McLaren MP4-12C – um nur einige zu nennen. Der Cybertruck wird also gar nicht weiter auffallen. Obwohl … doch, wird er. Denn dieses Teil ist einfach zu bizarr.

Der Tesla Cybertruck ist komplett irre

Lange, quasi ewig hat sich die Saga rund um den ersten vollelektrischen Pickup dieser Welt gezogen, doch nun ist er endlich da und hat einen Namen. Tesla Cybertruck heißt das Teil und so edgy der Name auch ist, das Auto selbst ist noch edgier. In jedem Sinne des Wortes.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Tesla

Render-Artisten überall lagen mit ihren Vorhersagen für das Design des Pickups so weit daneben wie die 80er mit ihren Frisurentrends. Aber Vorwurf kann man ihnen wahrlich keinen machen, schließlich hat DAS niemand erwarten können. Wir finden’s ehrlich gesagt geil. Pickup und Elektroantrieb zu verheiraten ist sowieso schon eher ins Reich des Schwachsinns einzuordnen, wieso dann nicht auch noch mit voller Kraft über die Stränge schlagen? Elon Musk hat es wieder geschafft – alle Welt redet über ihn und findet, dass er ein cooler Dude ist.

Daran ändert auch eine peinliche Panne bei der Präsentation des Cybertruck nichts. Vollmundig wurde versprochen, dass die Scheiben des Trucks sogar Stahlkugeln standhalten könnten. Bam, zwei Würfe später waren zwei Scheiben zerborsten. Da stehen dann zwei bedröppelte Figuren auf der Stage und stammeln betreten vor sich hin. Hammerschläge gegen die Tür überstand der Cybertruck immerhin ohne Kratzer. Im Video unten seht ihr das und mehr in den Highlights der Vorstellung knackig zusammengefasst.

Doch wenden wir uns von dem schrillen Design und Event ab und kommen zu dem Auto, dass sich hinter dieser eigenwilligen Fassade verbirgt. Die besteht übrigens aus gebürstetem Edelstahl und soll somit auch kugelsicher sein. Das braucht man ja gerade bei Pickups ganz dringend. Donald Trump reist demnächst nämlich auf der Ladefläche … oder so. Diese Behauptung jedenfalls wurde auf der Bühne nicht getestet, deshalb konnten auch alle Beteiligten den Saal lebend verlassen.

Jetzt wird es aber wirklich trocken und wir besprechen die Maße des Cybertruck. 5,86 Meter lang, 2,03 Meter breit und 1,90 Meter hoch ist die mobile Kante. Sie verfügt sechs Sitze in zwei Sitzreihen und hat außerdem noch ein 1,98 Meter langes Ladebett samt Abdeckung. 1.588 Kilogramm soll man dort angeblich zuladen können, eine ganz schöne Hausnummer. Damit sich die 40,6 Zentimeter Bodenfreiheit bei Einstieg und Beladung problemlos überwinden lassen, bekommt jeder Cybertruck serienmäßig eine absenkbare Luftfederung. Doch es wird noch schärfer.

Denn in punkto Motorisierung dreht der Cybertruck völlig durch. Entweder mit einem Motor und Heckantrieb, zwei Aggregaten und Allradantrieb oder DREI E-Maschinen und Allradantrieb lässt sich das Unding ordern. Letztere Version ballert in 2,9 Sekunden auf 97 km/h und zerrt bis zu 6,3 Tonnen Anhängelast. Der Hecktriebler schafft „nur“ 3,4 Tonnen und braucht 6,5 Sekunden. Drei unterschiedliche Batterievarianten gibt es auch, die laut Musk 402, 483 und 805 (achthunderfünf) Kilometer schaffen sollen – eine noch nie dagewesene Zahl bei Elektroautos, die man uns erst beweisen muss, bevor wir sie glauben. Mit mehr als 250 Kilowatt will Tesla seinen Cybertruck laden, wenn es denn irgendwann solche Ladestationen gibt…

Schneller als ein Porsche, stärker als ein herkömmlicher Pickup und genauso schön wie ein Arsch mit Ohren – damit dürfte Elon Musk mal wieder voll den Nerv getroffen haben. Denn wir gestehen gerne: Der Tesla Cybertruck ist schon geil. So ein richtiger Mittelfinger an alle Hater. Und ob man ihm nun zustimmt oder nicht, lustig ist die ganze Geschichte schon. In Serie gehen soll das Untier übrigens Ende 2021 zu Preisen ab 39.900 Dollar für den ein-, 49.900 Dollar für den zwei- und 69.900 Dollar für den dreimotorigen Cybertruck. Auch beim Preis sorgt Tesla also wieder mal mit einer fast schon skandalös niedrigen Ansage für Aufsehen.

Ach ja, ein elektrisches Tesla Quad hat er auch noch vorgestellt, der Elon. Das lässt sich natürlich perfekt auf den Cybertruck verladen. Ist doch schön.

Der Audi RS6 als Pickup

Der neue Audi RS6 hat bei seiner Enthüllung allerorts für Staunen und Bewunderung ob seines superaggressiven Designs gesorgt. Doch es geht noch besser. Denn wie cool wäre es, wenn es den Brutalo-Kombi auch als Pickup gäbe? Gar nicht cool? Auch wurscht, hier ist er!

Text: Jakob Stantejsky / Foto Header: X-Tomi Design

Unser heißgeliebter Render-Designer X-Tomi hat den RS6 seiner Heckklappe beraubt und sie, sowie Kofferraum und zweite Sitzreihe, durch eine Ladefläche ersetzt. Dazu noch ein schönes Giftgrün und fertig ist der schärfste und flachste Pickup der Welt. Denn die Mühe, das ganze auf ein entsprechendes Fahrwerk zu setzen, hat sich der Künstler gespart. Das ist einerseits zwar schade für uns, aber andererseits wären so schnittige Sport-Pickups ja vielleicht eine neue Marktlücke. 600 PS und ein derart leichtes Heck ergeben sicher eine explosive Mischung.

Also Audi: Bauen! Damit landet ihr den nächsten Verkaufsschlager! Bin ich mir todsicher …

MG baut jetzt einen Pickup. Ja, wirklich.

Der einst so hell strahlende Stern von MG ist wahrhaft tief gefallen. Stand die Marke jahrzehntelange und auch noch Anfang dieses Jahrtausends für fetzige Roadster und scharfe Sportwagen, so klebt ihr Logo mittlerweile auf in China gefertigten SUVs. Und jetzt kommt ein Pickup. Ohne Spaß.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: MG

Doch bevor ihr alle zu weinen und/oder zu lachen beginnt, haltet ein! Denn der MG Extender, wie sein klingender Name lautet, ist wohl der MG-igste MG der letzten zehn Jahre. Schließlich ist er das erste Modell der Marke mit Heckantrieb seit 2008 und er verfügt auch noch über eine Handschaltung, die den China-MGs weitgehend abhanden gekommen ist. In allerbester Nutzfahrzeug-Manier kann man natürlich auch Allradantrieb aktivieren.

Doch unterm Strich steckt auch im Extender nicht viel MG-DNA. Denn es handelt sich lediglich um einen rebrandeten Maxus T70, der – wie könnte es anders sein – aus China kommt. So ist auch diese bizarre Meldung schlussendlich nur ein weiterer Nagel im Sarg des einst so glorreichen britischen Autoherstellers.

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