Gegen den Strom

McLaren 720S vs. Tesla Model S P100D

Vor kurzem erst haben wir euch vom World’s Greatest Drag Race 7 berichtet, in dem Motor Trend Channel einen Haufen hochgezüchteter Supersportler gegen das Tesla Model S P100D ins Rennen geschickt hat. Schlussendlich sind all die Audis, Mercedes‘, Nissans etc. hoffnungslos am amerikanischen Stromer zerschellt. DragTimes hat nun einen neuen Herausforderer für das Model S gefunden, der auf den Namen McLaren 720S hört und sich anschickt, den Verbrennungsmotor wieder an die Spitze der Nahrungskette zu setzen.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: DragTimes

Der Vorteil, den jedes Elektroauto bei einem Dragrennen hat, ist natürlich gewaltig, da ihm all sein Drehmoment sozusagen ab Stillstand zur Verfügung steht. Ein Verbrenner muss erst in Fahrt kommen, bevor er wirklich seine ganze Kraft auf den Asphalt knallen kann. Deshalb ist es auch schwer, die Zahlen der beiden Wettkämpfer miteinander zu vergleichen. So hat der McLaren 720S zwar die namensgebenden 720 Pferde unter der Haube, wo sich beim Tesla Model S P100D „nur“ 588 Unpaarhufer versammeln. Dafür wirft der Amerikaner mit 1247 Newtonmeter Drehmoment um sich, hier schaut wiederum der Brite mit seinen 770 Newtonmetern fast schon arm aus der Wäsche.

Leider werden die zwei Dragrennen mit stehendem und das eine mit rollendem Start nicht wirklich sehr durchorganisiert durchgezogen, daher haben wir keine Informationen zu Distanzen und Geschwindigkeiten – obwohl gerade diese Daten interessant wäre. Auch mit freiem Auge ist jedoch klar erkennbar, dass der Tesla zwar auf den ersten Metern die Oberhand behält, wenig später aber sang- und klanglos untergeht, wenn der McLaren mit Bravour an ihm vorbeizieht. Sobald das Beschleunigungsproblem überwunden ist, bietet die Sportwagenkarosserie einfach zu viele Vorteile. Jetzt wäre es natürlich interessant, was so ein Tesla Roadster mit entsprechender Leistung anstellen könnte.