Autofahren per Gedankensteuerung?

Nissan Brain to Vehicle

Wie oft hört und liest man darüber, dass die Entwicklung hin zu autonomen Autos das Fahren selbst immer mehr in den Hintergrund drängt und Fahrer und Fahrzeug überhaupt keine emotionale Bindung mehr zueinander haben. Nissan will dem nun entgegenwirken, allerdings nicht indem sie ihre Autos in die 90er zurückholen, sondern indem sie den übernächsten Schritt gehen und Hirn und Wagen miteinander verknüpfen wollen. Das ist Nissan Brain to Vehicle.

Text: Jakob Stantejsky

Dass die Japaner ihr Konzept in alle Richtungen durchdacht und offenbar schon voll bei der Sache sind, erkennt man in dem Video recht gut. Schließlich will Nissan zweierlei Welten miteinander verbinden: Einerseits soll das Auto dank der Hirnströme des Fahrers noch schneller wissen, was er von ihm will und somit für ein noch aktiveres, sichereres und schnelleres Fahrerlebnis sorgen – soviel zur Spaßseite. Andererseits kann Brain to Vehicle auch eingesetzt werden, wenn das Fahrzeug gerade autonom unterwegs ist. So muss nicht extra ins Lenkrad gegriffen werden, wenn man denn doch anders möchte, sondern eine simple mentale Beschwerde reicht aus, damit das Auto etwa die Spur wechselt oder gar seinen Fahrstil komplett umstellt – soviel zur Komfortseite.

Dass diese Technik noch in den Kinderschuhen steckt, ist natürlich allen Beteiligten klar. Doch Nissan ist bereits fleißig am experimentieren und scheint große Fortschritte zu machen. Die Hirnmessungshaube soll natürlich auch noch fescher und praktischer werden, wie ihr unten in unserer Galerie sehen könnt. Probieren kann man das Ganze ja auf jeden Fall mal, finde ich. Serienreif wäre Brain to Vehicle sicher eine große Erleichterung für viele Vielfahrer – man denke nur an Berufskraftfahrer! Offiziell vorgestellt und vorgeführt wird die Nissan-Technologie übrigens auf der CES in Las Vegas nächste Woche.