• Einer für alle

    Motorblock knipst VW Tiguan 2016

Der neue VW Tiguan 2016 und wir. Klar, dass wir da nicht einen auf „Und hier Anschauungsmaterial zwei: die vorderen Lichter. Man beachte, wie die leuchten“, machen.

Text: Rainer Behounek Foto: Maximilian „Maquez“ lottmann

Die Lagerhalle, in der wir uns befinden, hat den verstaubten Charme eines alten Theater-Requisiten-Raumes. Unzählige Lampen stehen wie Statisten vor großen und kleinen, mit schwarzem Stoff überzogenen Platten. In einer Ecke ranken Holz- und Aluleitern in die Höhe, davor ein orangener Ohrwascherlsessel und davor der neue VW Tiguan, dessen Schnauze genau auf den riesigen weißen Raum zielt, das Studio. Chaos trifft auf krankenhausähnliche Sterilität. Abgerundetete Ecken, nahtlose Flächen, elektrisch verstellbares Segel an der Decke, viele Kabeln und helle Strahler.

„Na dann wollma mal!“ sag ich zu Maquez während ich die Koffer aufmache. Er kontrolliert seelenruhig sein Equipment, ich werfe mich in Schale. Nach einer Weile fragt die nette aber mittlerweile leicht nervöse Dame von VW: „Sind sie wirklich Journalisten? Für welches Medium arbeiten sie?“ Ich weiß nicht, was ich sagen soll, weil ich ein grünes Kleid anhabe und mir gerade den goldenen Kettelgürtel mit den Perlen umbinde.

VW Tiguan, das Modell sagt Ihnen vielleicht etwas, voriges Jahr war er mit 6.811 verkauften Stück meist verkaufter SUV Österreichs. Der brandneue VW Tiguan 2016 soll die Spitze weiter ausbauen.

Der Volkswagen-Konzern schafft es derzeit perfekt, harte, scharfe Kanten und Ecken ins Blech zu biegen. Die Motorhaube ist durchzogen von vier prägnanten Linien, die nicht nur gut aussehen, sondern auch eines gleich von außen zeigen: Was früher nicht möglich war, ist heute gang und gäbe. Solche Kanten hätte es vor fünf Jahren noch gar nicht gegeben, weil schlichtweg die Technologie nicht da war.

Klar, der komplette Konzern liegt waidwund am Boden und täglich trudeln neue Meldungen zum Dieselgate ein. Als Hersteller von Gütern macht aber VW das Richtige und lässt die Modelle und deren Qualität für sich sprechen.

… Nach einer Weile fragt die nette Dame von VW: „Sind sie wirklich Journalisten?“ Ich weiß nicht, was ich sagen soll, vielleicht weil ich ein grünes Kleid anhabe …

Alles, was uns die freundliche Dame in der Lagerhalle erzählt, weiß sie auswendig, Unterlagen gibt es noch keine, der Tiguan kommt ja erst Ende April (haben wir auch von ihr). Neben dem geschliffenen Design soll praktisch alles anders werden. 50 Kilogramm wird er leichter, sechs Zentimeter länger mit 77 Millimeter mehr Radstand, 30 Millimeter breiter, 30 Millimeter niedriger (bei mehr Kopffreiheit), drei Zentimeter mehr Beinfreiheit im Fond, mehr Kofferraum (eine um bis zu 18 Zentimeter verschiebbare Rückbank ist Serie) mit 615 liter (rückbank ganz noch vorne) bis 1.655 liter. Die Offroadfront mit 25 Grad Böschungswinkel lässt sich bei jeder Allradversion dazu bestellen, was früher nur den hohen Ausstattungslinien vorbehalten war.

Was macht man, wenn das Auto den Schauplatz nicht verlassen und man es nicht erleben darf? Man bringt das Erlebnis eben zum Auto. Motorblock tobt sich aus, Maquez hält den Spaß fest, enjoy!

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