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Anhänger richtig versichern

Ein Anhänger kann für so manchen eine praktische Anschaffung sein, ob zu Transportzwecken oder als Wohnwagen. Auch die Bedienung ist gar nicht so schwer – gibt es doch heutzutage gute Assistenzsysteme. Jedoch darf man dabei nicht vergessen, den Anhänger zu versichern. Welche Möglichkeiten es hierbei gibt und worauf zu achten ist, wird nachfolgend erläutert.

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Was ist eine Anhängerversicherung?

Es ist allgemein bekannt, dass man in Österreich eine Haftpflichtversicherung für das Auto abschließen muss, um ein Kennzeichen zu bekommen. Jedoch weiß nicht jeder Fahrzeuglenker, dass auch Anhänger versicherungs-pflichtig sind. Somit darf ein Anhänger nur mittels Zugmaschine in Betrieb genommen werden, sofern dieser versichert ist. Glücklicherweise sind die Kosten für eine solche relativ gering, da Versicherungsfälle mit Anhängern meistens doch unter die Deckung der klassischen KFZ Versicherung fallen.

Müssen alle Anhänger versichert werden?

Nahezu alle Arten von privat oder geschäftlich genutzten Anhängern brauchen auch eine Anhängerversicherung (Transportanhänger, Wohnwagen, Pferdeanhänger, Bootstrailer etc.). Lediglich bei gewissen landwirtschaftlich und gewerblich gebrauchten Modellen kann es Ausnahmen geben, bei denen mögliche Schäden dann durch die Betriebshaftpflichtversicherung gedeckt sind. Hierbei sollte im Zweifelsfall der Versicherungsberater kontaktiert werden.

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Arten der Anhängerversicherung

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Haftpflichtversicherung für Anhänger, zusätzlich kann man auch noch eine Teil- oder Vollkaskoversicherung wählen. Hier ein kurzer Überblick, welche Schäden durch das jeweilige Modell gedeckt werden.

Haftpflichtversicherung

  • Personen-, Sach- oder reine Vermögensschäden
  • unrechtmäßig erhobene Schadensersatzforderungen werden gerichtlich abgewehrt

Teilkaskoversicherung

  • Diebstahl und Raub
  • Unbefugter Gebrauch
  • Naturgewalten wie Erdrutsch, Steinschlag, Lawinen etc.
  • Dachlawinen
  • Brand und Explosion
  • Kollision mit Haarwild (meist nur für öffentliche Straßen)
  • Bruchschäden an Scheiben

Vollkaskoversicherung

  • Schäden durch Vandalismus
  • Parkschäden
  • Reparaturen in Folge selbstverschuldeter Unfälle
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Wann kommt eine Anhängerversicherung zum Tragen?

Wie eingangs erwähnt, werden etwaige Schäden sehr häufig von der KFZ Versicherung gedeckt. Denn Unfälle, die unterwegs passieren, also wenn das Fahrzeug den Anhänger zieht und dabei fährt, werden im Normalfall von der klassischen Autoversicherung übernommen. Somit kommt die Anhängerversicherung fast nur bei abgestellten Anhängern zum Tragen. Beispielsweise wenn der geparkte Anhänger unkontrolliert los rollt und einen Schaden verursacht.

Kosten der Anhängerversicherung

Durch die geringe Anzahl an Versicherungsfällen bleiben auch die Kosten recht niedrig. Sie hängen vom Anhängertyp (Güterbeförderung oder Wohnwagen), der Nutzlast und natürlich auch dem Kaufpreis ab. Für eine einfache Haftpflichtversicherung kann man mit einem Preis von € 10,- bis € 20,- pro Jahr rechnen; eine Teil- bzw. Vollkaskoversicherung kann sich auf € 40,- bis € 1000,- jährlich belaufen.

Mieten eines Anhängers

Wenn man einen Anhänger nur für einen kurzen Zeitraum benötigt, beispielsweise bei einem Umzug, so macht es Sinn, das Gerät einfach zu mieten. In diesem Fall ist der Vermieter verpflichtet, zumindest eine Haftpflichtversicherung für den Anhänger abzuschließen. Ob auch eine Kaskoversicherung besteht ist mit dem jeweiligen Verleiher zu klären – viele haben eine Teilkaskoversicherung mit Selbstbehalt. In diesem Fall sollte man sich vor dem Ausleihen auch unbedingt über die Höhe des Selbstbehaltes erkundigen.

Ein Anhänger ist nicht beim Auto mitversichert und braucht somit eine eigene Anhängerversicherung. Ob man sich mit der Haftpflichtversicherung begnügt oder etwas mehr für eine Kaskoversicherung ausgeben will, muss jeder selbst entscheiden.

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