Aston Martin bringt James Bond-Sondereditionen

So wie quasi jede andere Branche auch – außer etwa die der Desinfektionsmittel- oder Mund-Nasen-Schutz-Produktion – zwang die Corona-Krise auch die Filmindustrie in die Knie. Eines der ersten Opfer war „James Bond 007: Keine Zeit zu sterben“.

Text: Maximilian Barcelli

Der letzte 007-Teil mit Daniel Craig in der Hauptrolle hätte eigentlich schon im April in den Kinos zu sehen sein. Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurde der Start auf den 12. November verlegt. Damit das lange Warten den Bond-Fans nicht allzu stark aufs Gemüt schlägt – und um ein bisserl Kohle zu machen – hat Aston Martin nun zwei neue Sondereditionen präsentiert: Vorhang auf für den Vantage und DBS Superleggera 007 Edition.


Die werden insgesamt 125 Mal produziert. Wobei die Aston Martin DBS Superleggera 007 Edition mit einer Stückzahl von nur 25 das exklusivere Sondermodell ist. Und das teurere: 279.025 Pfund, also umgerechnet fast 310.000 Euro, werden für den Bond-DBS fällig.

Was man dafür bekommt? Neben ein paar zierlichen 007-Emblems an Heck- und Kotflügel auch eine tiefgraue Lackierung, die dem DBS in Kombination mit diversen Carbonteilen (Dach, Seitenspiegel, Diffusor, … ) einen düsteren Auftritt verleiht. Abgerundet wird das Exterieur-Design von „diamantgedrehten Y-Spoke 21-Zöllern in glänzendem Schwarz“. Oder einfach auch: Mit ziemlich fetten Felgen.

Im Interieur macht die Aston Martin DBS Superleggera 007 Edition einen mindestens genauso düsteren Eindruck. Bis auf ein paar rote Akzente dominiert dunkles Leder und freilich gibt’s auch hier ein paar 007-Plaketten.

Ein bisserl farbenfroher geht’s da bei der Aston Martin Vantage 007 Edition zu. Aber halt wirklich nur ein bisserl. Und nur beim Exterieur – das Interieur wird nämlich genauso von dunklem Leder dominiert. Das Außendesign hingegen … naja … wird von dunklem Lack dominiert. Aber: Ein paar gelbe Farbakzente sorgen für einen sportlicheren Look. Sie sind – wie alle anderen Details der Vantage 007 Edition – vom Aston Martin V8 inspiriert, der in „James Bond – Der Hauch des Todes“ zum Einsatz kommt.

So zitieren eben diese gelben Akzente die Warnstreifen auf den Raketen von Bonds Aston Martin V8. Und die in den Sonnenblenden eingestickte Zahl 96,60 weißt auf die Radiofrequenz hin, auf der Bond den russischen Polizeifunk abhört. Hierzulande beschert einem diese Frequenz – je nach Standort – beispielsweise feinste Schlager aus den Tiroler Alpen oder rockigen 88.6-Sound.

Wobei: Viel schöner sind eigentlich die Klänge, die das Oktett unter der Motorhaube produziert. 510 PS leistet der doppelt zwangsbeatmete und vier Liter große Achtzylinder, der von AMG bezogen wird. Eine Eigenentwicklung hingegen: Das V12-Triebwerk im DBS Superleggera. Zwei Turbos quetschen aus den 5,2 Litern Hubraum 725 PS. Das bärige Drehmoment von 900 Nm steht schon bei 1.800 Touren an. 

Ausgeliefert sollen beide Modelle im ersten Quartal des nächsten Jahres werden. Bis dahin haben wir den neuen Bond hoffentlich schon gesehen und haben vielleicht auch das nötige Kleingeld für die Sondermodelle parat. Wobei letzteres eher weniger wahrscheinlich ist: Immerhin kostet selbst die günstigere und auf 100 Stück limitierte Vantage 007 Edition umgerechnet rund 180.000 Euro.