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Der Exorzismus des selbstfahrenden Autos

Salzkreise gegen der Fortschritt

Der Exorzismus des selbstfahrenden Autos

Gibt es einen größeren Gegensatz als Wissenschaft und Aberglaube? Während sich unsere Leben zunehmend nach Ersterem richten, gilt Zweiteres mehr und mehr als Mumpitz. Salzkreise zur Vertreibung böser Geister? Pfff – lächerlich! Aber autonome Fahrzeuge haben sie ganz gut im Griff – peinlich, peinlich!

Text: Jakob Stantejsky
Vollständig autonomes Fahren ist fast überall noch illegal – Betonung auf noch. Doch beinahe jede Topaustattung kommt heutzutage inklusive Spurhalteassistent, Selbsteinparker und anderen intelligenten Extras daher. Der britische Künstler James Bridle zeigt nun schonungslos auf, wie einfach autonome Fahrzeuge tatsächlich auszutricksen sind. So reicht ein einfacher Salzkreis in Form einer Sperrlinie, um so ein „gescheites“ Auto zur Verzweiflung zu bringen. Schließlich erkennt es ganz genau, dass es über diese Bodenmarkierung nicht drüber darf und wird somit den Rest seines Daseins in seinem Bannkreis verbringen.

Wir hoffen, dass mittlerweile jemand dem armen kleinen Seat zu Hilfe geeilt ist – apropos Seat: Wir wüssten von keinem Seat, der selbstfahrend ist, also vielleicht hat der gute James da ein wenig Theater gemacht. Aber die Message kommt trotzdem an und vor allem: Wir könnten uns durchaus vorstellen, dass das Ganze wirklich funktioniert. Und daher steht es 1:0 im Duell Aberglaube gegen künstliche Intelligenz.

Jakob Stantejsky

Freut sich immer, wenn ein Auto ein bisserl anders ist. Lieber zu viel Pfeffer als geschmacklos.

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