Superlative

Der McLaren Senna wird als GTR noch extremer

Wer dachte, der McLaren Senna könne nicht mehr extremer werden, hat sich sowas von geschnitten. Ein Jahr nachdem das Konzept des Senna GTR in Genf präsentiert wurde, steht nun die Serienversion vor der Tür.

Text:  Maximilian Barcelli

Wobei der Begriff „Serie“ ein bisserl hochgestapelt ist. Immerhin werden lediglich 75 Stück produziert – und die sind McLaren für einen Preis von rund 1,5 Millionen allesamt schon losgeworden. Doch wie konnte der ohnehin schon in jeglichen Belangen extreme McLaren Senna noch extremer werden?

Ganz einfach: Indem man sich, wie bei den GTR-Modellen üblich, von den Fesseln der Straßentauglichkeit befreite. Der McLaren Senna GTR ist ein Gerät, dass nur auf der Rennstrecke zum Einsatz kommt. Dort soll es aber der schnellste McLaren überhaupt sein – mal abgesehen von den F1-Boliden.

Möglich macht das primär die perfektionierte Aerodynamik, deren dominantester Botschafter der XXXL-Heckspoiler ist. War dieser schon beim Straßen-Senna nicht gerade zierlich, so fällt er bei der Track-Version noch massiver aus. Das Ergebnis spricht aber für sich: Über 1.000 Kilogramm Abtrieb generiert der GTR, und um gleichviel Downforce wie sein zahmerer Bruder zu erreichen benötigt man 15 Prozent weniger Speed.

Auch aus dem vier Liter großen V8-Biturbo kitzelten die Briten noch einmal 25 Extra-PS raus. Somit kommt der McLaren Senna GTR auf 825 Pferdchen, die noch dazu 10 Kilogramm weniger bewegen müssen. Denn man fand noch das ein oder andere Teil, auf das man verzichten konnte. Statt 1.198 bringt der GTR also nur 1.188 Kilogramm auf die Waage.

Breiter, flacher, stärker, leichter – mit dem McLaren Senna GTR zeigen die Briten, was alles möglich ist, wenn man sich von den Fesseln der Straßenverkehrstauglichkeit befreit. Es ist ein Fahrzeug der Superlative und man darf sich auf die ersten Rundenzeiten freuen, die das Biest auf der Nordschleife und Co. aufstellt.