Apple greift ein

iPhone am Steuer? Bald nicht mehr!

Wer gesteigerten Wert auf seine und die Gesundheit aller anderen Verkehrsteilnehmer legt, lässt idealerweise die Finger vom Handy, solange sie eigentlich am Lenkrad liegen sollten. Apple sieht das offenbar genauso und geht mit dem Softwareupdate auf iOS 11 selbst gegen Handysünder vor. Besser gesagt; iPhone-Nutzer sollen überhaupt daran gehindert werden, ihr Telefon beim Fahren nutzen zu können.

Text: Jakob Stantejsky

Wie soll das funktionieren, fragt ihr jetzt? Ganz einfach: Einerseits wird es auf jedem iPhone mit iOS 11 einen Fahrmodus geben, ähnlich dem bekannten Flugmodus, den ihr nach Belieben auf- und abdrehen können werdet. Da die eigentlichen Problemkinder wohl aber einfach auf diesen Modus verzichten werden, schaltet er sich auch von selbst ein, sobald er anhand von GPS, Bewegungssensoren und WiFi-Systemen erkannt hat, dass der Besitzer im Auto sitzt.

Ja, richtig gelesen. Apple scheint seinen Kunden keine Wahl lassen zu wollen, was sicher einigen nicht schmecken wird. Im Fahrmodus erhaltet ihr übrigens keinerlei Benachrichtigungen und außerdem wird das Entsperren so erschwert, dass es für einen Fahrer sehr mühselig sein dürfte, eventuelle Beifahrer aber keine Probleme haben sollen. Wir vermuten, dass man zwei Hände benötigen wird, zumindest wäre das die naheliegende Vermutung. Bleibt nur noch zu hoffen, dass bestimmte Individuen dann nicht erst recht zwischendurch komplett freihändig fahren.

Erscheinen wird iOS 11 übrigens im Herbst, bis dahin dürfen alle Apple-Jünger noch tun und lassen, was sie wollen. Wie so oft sind die Amerikaner übrigens nicht die Erfinder des Rades, gibt es auf Android ähnliche Apps doch schon länger.