Motion Pro II

Simulator für Hartgesottene

Wenn’s draußen regnet, schneit oder stürmt, sollte man sich vor Rennstrecken und den ebendort eingesetzten Vehikeln fern halten. Besonders wenn es sich um brachial aufgemotzte Formel-1-Wagen handelt. Damit die Profis aber auch unter diesen Bedingungen ihrer normalen Tagesbeschäftigung nachgehen können, gibt es nun einen Simulator, der es in sich hat: Der Motion Pro II Racing Simulator.

Von Karl Jereb

Eine Koryphäe in der Abteilung „Rennsimulation“ ist die in Los Angeles angesiedelte Firma CXC Simulations. Seit mehreren Jahren tüfteln die Jungs an immer realistischeren Simulatoren für Profis im Motorsport und das mit Erfolg. Nun haben sie einen tatsächlich radikalen Schritt gemacht: wenn der „Fahrer“ nicht aufpasst und rechtzeitig vor einem Crash die Hände vom Lenkrad nimmt, werden ihm wahrscheinlich die Handgelenke gebrochen! Das lassen wir uns einmal auf der Zunge zergehen. Masochisten wird´s wahrscheinlich freuen. Aber das Problem der Jungs ist eben, dass Fliehkräfte und andere im tatsächlichen Leben auftretende g-Kräfte (und eben jegliche, die bei einem Crash auftreten) nicht exakt simulierbar sind. So entschieden sie sich also, den Force Feedback Controller derart kräftig zu machen, dass das Risiko auf der Rennstrecke zumindest in Teilen auch im Simulator spürbar ist.

Motion Pro II: Viel Zaster für gebrochene Knochen

In die Entwicklung des Motion Pro II wurde selbstverständlich jede Menge Zeit und Geld investiert, sogar professionelle Fahrer wurden ins Boot geholt, so dass CXC Simulations natürlich einen hohen Preis für den neuen Simulator verlangen müssen. 54.000 Dollar müssen über die Ladentheke wandern, damit man sich in kürzester Zeit einige Knochen brechen darf, aber zu Hause, versteht sich. Dafür bekommt man schließlich den momentan modernsten Simulator, denn derart viele Parameter (von Balance über Gripprofil der Reifen und Fahrphysik) wurden bislang noch nie berücksichtigt und programmiert. Auch echte Profis fahren mit dem Motion Pro II, prägen sich die Strecken ein und lassen sich hin und wieder verhauen.