Superlative

Reiner Wahnsinn: Der BRABUS 700 4×4²

Die Herren und Damen von Brabus müssen einen kompletten Poscher haben. Gott sei Dank, denn sonst würde es keinen BRABUS 700 4×4² geben.

Text: Maximilian Barcelli

Wobei, eigentlich wird es ja immerhin zehn Stück der aufgemotzten G-Klasse geben. Und wir sind für jedes einzelne dankbar. Denn was da der Mercedes-Veredler auf die Beine gestellt hat, ist kaum in Worte zu fassen.

Wir versuchen es trotzdem. Und hacken gleich bei „auf die Beine gestellt haben“ ein. Denn nicht nur einem einfachen Motortuning wurde die G-Klasse – konkret ist es ein G 63 von AMG aus der auslaufenden Baureihe – unterzogen (schon auch, aber dazu später mehr), die Tuner aus Bottrop wollten den König im Gelände zum Gott hieven.

Sie taten es. Und zwar indem sie dem G Portalachsen, also Achsen, bei denen die Brücken vertikal versetzt sind, spendierten. Zum Einsatz kamen die Portalachsen des Mercedes G 500 4×4². Das Resultat ist atemberaubend: 60 Zentimeter Bodenfreiheit hat der BRABUS 700 4×4² zu bieten. Zum Vergleich: Der neue Suzuki Jimny wartet mit 21 Zentimetern auf, der Land Rover Defender – Gott hab‘ ihn selig – mit immer noch beachtlichen 32. Doch 60 Zentimeter … das ist halt schon arg.

Und es wird mit Blick auf den Motor noch ärger. Aus dem 5,5-Liter-V8-Monster kitzelt Brabus heftige 700 PS und ein Drehmoment von 960 Newtonmeter. Dank der immensen Kraft sprintet der Geländewagen der Superlative in nur fünf läppischen Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer. Enden tut der absurde Beschleunigungsvorgang schon bei 210 km/h. Offroad-Bereifung und so.

Ein besonderes Schmankerl offenbart sich beim Öffnen der Motorhaube. Die vergoldeten Ansaug- und Ladeluftrohre sorgen nicht nur für ein optisches Statement, sondern kühlen auch die Ladeluft weiter ab. Achso, und der Vollständigkeit halber: Kostenpunkt rund eine viertel Million Euro. In Deutschland.