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Dieser Camaro ist eine Million Dollar wert

Nice. Mehr Worte braucht es nicht, um diesen Chevrolet Camaro ZL1 aus 1969, eines von nur 69 Exemplaren, zu beschreiben. Nicht ganz so nice, weil dezent unerschwinglich, ist der Preis, den das Muscle Car nun bei einer Auktion eingespielt hat: 1.094.500 Dollar.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Barrett-Jackson

Was diesen Camaro im Speziellen so teuer macht, ist allerdings nicht nur die geringe Stückzahl oder der erstklassige Zustand. Nein, denn die Nummer 59 von 69 wurde erst vor kurzem wieder mit ihrem Originalmotor verheiratet. Dieser war nämlich lange Zeit im Besitz eines ehemaligen GM-Angestellten und wurde für den Verkäufer zur echten Goldgrube. Der erstand diesen Wagen nämlich erst vor zwei Jahren um 770.000 Dollar, spürte den Motor auf, kaufte den ebenfalls um rund 100.000 Dollar und zack – schon hat man in zwei Jahren rund 140.000 Dollar Gewinn gemacht.

Während solche Wertsteigerungen natürlich coole Geschichten abgeben, werden wir Normalsterbliche uns wohl weiterhin darüber freuen, wenn wir den Gebrauchten nach ein paar Jahren noch ungefähr um dasselbe Geld wieder loswerden. Oder habt ihr ein paar hunderttausend Euro zuhause herumliegen, die ihr mal schnell in einen seltenen Oldtimer investieren könnt?

Paul Walkers Autosammlung wurde versteigert

Über sechs Jahre ist es nun schon her, dass Schauspieler und Fast & Furious-Star Paul Walker bei einem Autounfall tödlich verunglückte. Seine Autosammlung kam letztes Wochenende unter den Hammer und wurde um insgesamt 2,33 Millionen Dollar versteigert.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Barrett-Jackson

Bei immerhin 21 Boliden, die der Amerikaner sein Eigen nannte, erscheint diese Summe gar nicht allzu irrwitzig. Das liegt daran, dass sich in seiner Kollektion keine Lamborghinis und Ferraris tummelten, sondern eher back to the roots-F&F-Vehikel à la BMW und Nissan.

Die meisten Dollars spielte ein Leichtbau-BMW M3 aus 1995 ein, der den Höchstbieter um 385.000 Mäuse erleichterte. Dazu kamen noch vier weitere Leichtbau-Münchner, die zwischen 220.000 to 258.500 Dollar einbrachten.

Für immerhin 100.100 Dollar durfte sich jemand außerdem über einen Nissan Skyline R32 aus 1989 freuen, doch die Auktion stellte auch noch einen Weltrekord auf: Der original-echte Nissan 370Z aus „Fast Five“ wechselte für 105.600 Dollar den Besitzer, was ihn zum teuersten jemals versteigerten 370Z macht.

Der Erlös der ganzen Veranstaltung geht übrigens an Walkers Tochter Meadow, die sich mit ihrer Paul Walker Foundation für Bildungsprojekte in aller Welt engagiert. Schön zu wissen, dass diese scharfen Boliden also auch etwas für den Rest der Welt tun werden.

Originaler Ford Mustang aus „Bullitt“ für 3,3 Millionen Euro versteigert

Diese Investition hat sich gelohnt: In den 70ern kaufte der Vater von Sean Kiernanden den Ford Mustang GT aus dem Kultfilm „Bullitt“ – und zwar um läppische 3.500 Dollar. Nun wurde das Pony Car, das der Familie von Kiernanden einst als Alltagsauto diente, für den 971-fachen Preis versteigert.

Text: Maximilian Barcelli

So wechselten letztendlich 3,7 Millionen Dollar – umgerechnet also 3,3 Millionen Euro – den Besitzer. Das Filmauto galt lange Zeit als verschollen: Seit den 80er Jahren vegetierte der Mustang GT in einer Garage vor sich. Nach dem Tod seines Vaters machte sich Sean Kiernanden 2014 ans Restaurieren. 2019 wurde dann die Auktion angekündigt, die nun über die Bühne ging. Übrigens: Möchte man sich selbst ein bisserl wie Steve McQueen in „Bullitt“ fühlen möchte, ist eine derartige Finanzkraft gar nicht notwendig: Für rund 68.000 Euro darf man sich Besitzer des neuen Sondermodells Ford Mustang Bullitt nennen.

Dieser Banksy-LKW soll versteigert werden

Banksy ist einer dieser Künstler, deren Namen jeder schon mal gehört hat, egal wie wurscht einem Kunst ist. Mit aufwändigen und tiefgründigen, gesellschaftskritischen Graffiti hat sich der mysteriöse Sprayer weltweiten Ruhm erarbeitet. Jetzt kommt sein größtes Werk unter den Hammer – ein bemalter Volvo FL 6.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Bonhams

Tatsächlich handelt es sich bei dem LKW um ein ganz frühes Werk Banksys, denn er hat den Truck im Jahr 2000 im Auftrag eines gewissen Mojo für dessen Turbozone Zirkus behübscht. Damit stammt die insgesamt 80 Quadratmeter große Malerei aus einer Zeit, in der Banksy noch lange keine Berühmtheit war – erst rund sechs Jahre später sollte er zum anonymen Star werden.

Unter den Hammer kommt der dezente Truck am 14. September bei Bonhams Goodwood Revival Auktion in Chichester. Erwartet wird ein Erlös von 1 bis 1,5 Millionen Pfund. Billig ist der vielleicht abgedrehteste LKW der Welt also definitiv nicht. Aber falls ihr öfter mal Freunden beim Umzug helft, zahlt es sich ja vielleicht aus.

Der originale Mustang aus Bullitt wird versteigert

Die fast zehnminütige Verfolgungsjagd aus dem Hollywood-Klassiker Bullitt ist zugleich eine der legendärsten als auch skurrilsten Actionsequenzen der Filmbranche. Der Hauptdarsteller (neben Steve McQueen) wird nun versteigert.

Text: Jakob Stantejsky

Der dunkelgrüne Ford Mustang hat mittlerweile sogar einen spirituellen Nachfolger in Form einer Sonderversion bekommen. Doch auch das Original weilt noch unter den Lebenden. Nachdem er eine Weile lang fröhlich die Besitzer wechselte, gelangte er in die Hände von Sammler Bob Kiernan und schlussendlich dessen Sohn Sean, die das Auto zwar mechanisch top instand hielten, aber die diversen Schäden von den Dreharbeiten in ihrem Originalzustand beließen. Möglicherweise eine weise Entscheidung, denn bei der Auktion im Jänner 2020 in Florida dürften die Blessuren unter Steve McQueen-Jüngern den Wert der Karosse noch in die Höhe schrauben. Rufpreis gibt es derzeit keinen. Oder man teilt ihn uns armen Trotteln einfach nicht mit.

Falls ihr euch wundert, was an der Verfolgungsjagd eigentlich so besonders skurril ist, schaut euch das Video oben einmal genau an. Mr McQueen schaltet nämlich satte 16 Mal einen Gang rauf – aber nur ein einziges Mal herunter. Zusätzlich verliert der Dodge Charger der Bösewichte mehr Radkappen als er Räder hat. Und zu guter Letzt wird auch noch ein und derselbe grüne Käfer vier Mal überholt. Immer an derselben Stelle. Just saying…

Dieser Schrotthaufen kostet 480.000 Euro

Auf der Monterey Car Week werden jedes Jahr die exklusivsten Fahrzeuge für teuerstes Geld versteigert. Dieses Jahr kam außerdem ein Schrotthaufen unter den Hammer und brachte immerhin 533.000 Dollar (rund 480.000 Euro) ein. Die spinnen, die Reichen.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Robin Adams/RM Sotheby’s

Maserati 5000 GT nennt sich das verrostete Objekt der Begierde. Von dem eleganten Coupé wurden ab 1959 34 Exemplare gebaut und nur ein einziges vom Designstudio Ghia veredelt. Genau um ebenjenes handelt es sich bei unserem Modell von 1961. Die rollende Rostschicht ist also aufgrund ihrer Seltenheit trotz ihres Zustands so immens teuer. Unten könnt ihr euch am Originalzustand der edlen Karosse erfreuen.

Sobald dieser erst wieder soweit wie möglich hergestellt ist, steigt der Wert des Italieners sicherlich in Millionenhöhe. Sowohl der neue Besitzer als auch ein glücklicher Restaurator stehen hier also vor einem guten Geschäft. Auf letzteren wartet jedoch eine Unmenge an Arbeit, denn der 5000 GT stand seit den 1970ern unter freiem Himmel in Saudi Arabien herum – dementsprechend hat sich die Natur daran ausgetobt. Kurz vor seiner Verschrottung erkannte dann doch jemand den Wert des Maserati und so kam es zur Auktion.

In zumindest einem Punkt ist dieser Maserati 5000 GT übrigens doch noch fast neuwertig: Dank seiner jahrzehntelangen Vernachlässigung hat er nur 15.000 Kilometer drauf. Dennoch wird sich der Fünfliter-V8 wie auch das gesamte restliche Auto einer Generalüberholung unterziehen müssen. Denn bei den Bildern unten blutet jedem Autofan das Herz.

Der einzigartige Pagani Zonda Aether um 5,5 Millionen Dollar

Kaum ein Supersportwagen wurde so lange gebaut wie der Pagani Zonda. Vom ersten Exemplar 1999 bis zum Grande Finale 2017 gab es außerdem laufend zahlreiche Sondermodelle und Unikate, die das Monster immer weiter am Leben gehalten haben. RM Sotheby’s versteigert nun eine dieser einzigartigen Bestien.

Text: Jakob Stantejsky

Aether lautet der klingende Beiname dieses erst 2017 gebauten Brutalos. Basierend auf dem Zonda Roadster hat er natürlich kein Dach – gar keines, nicht mal einen noch so winzigen Fetzen. Stattdessen gibt es eine gigantische Lufthutze direkt hinter den Kopfstützen, die einen wichtigen Auftrag hat.

Unter der Haube, besser gesagt im Heck, sitzt nämlich ein AMG-Motor direkt aus der Apokalypse. 12 Zylinder. 7,3 Liter Hubraum. 770 Pferdestärken. Und jetzt kommen wir erst zum verrückten Teil: Dieses megalomanische Monstrum prügelt mit seiner geballten Macht ausschließlich auf die Hinterachse ein und wird – verdammt noch mal – mit der Hand geschalten! Ein hochgezüchteter V12 samt Heckantrieb und Handschaltung ist sowas wie ein Sportwagen-Grand Slam, den man heutzutage so gut wie nie zu Gesicht bekommt.

Dazu passend besteht natürlich die gesamte Karosserie aus blankem Karbon und das Interieur gleicht einem Schlaraffenland. Ganz ernsthaft. Schaut euch das mal an!

Puristischer und schöner geht’s ja nicht mehr, oder? Aber auch der Motor kann sich sehen lassen…

Aber bevor das Ganze hier zur Bildergeschichte verkommt, servieren wir euch noch ein paar eiskalte Fakten. Versteigert wird er, haben wir ja gesagt. Zeit und Ort könnten nicht besser gewählt werden für den Pagani Zonda Aether. Am 30. November wird der Supersportwagen nach dem Formel 1 Grand Prix von Abu Dhabi ebendort unter den Hammer kommen. RM Sotheby’s erwartet einen Verkaufspreis von 4,5 bis 5,5 Millionen Dollar.

Wir sind inzwischen auf Autoscout, Gebrauchtwagen schauen.

Schnäppchen der Woche: Aston Martin DB5 Shooting Brake

Beim Urlaub gilt: Besser Vor- als Nachsorge. Warum sich also nicht jetzt schon für ein passendes Reise-Automobil für den kommenden Sommer, der hier endet ja schon bald, umschauen? Wir hätten da was im Angebot: Den Aston Martin DB5 Shooting Brake.

Text: Maximilian Barcelli / Bilder: ©2019 Courtesy of RM Sotheby’s

Und mit „wir“ meinen wir eigentlich RM Sotheby’s. Das Auktionshaus versteigert nur die feinsten Automobile. So kamen schon Mercedes-Benz AMG CLK GTR, Ferrari 250 GTO und Porsche Project Gold unterm Hammer. Nun springt man auf den „familiären“ Zug auf: Bei der diesjährigen Auktion in Monterey, Kalifornien, wird neben diesem McLaren F1 LM Spec unteranderem auch ein Aston Martin DB5 Shooting Brake versteigert – und im Vergleich zu diesem wirkt so ein F1, von dem es 64 Stück gibt, wie Massenware aus China.

Der Aston Martin DB5 ist nicht zuletzt durch den Einsatz als Bond-Auto zur Ikone herangereift. Für Geheimagenten zwar das passende Automobil, mühte sich der langjähriger Eigentümer von Aston Martin, David Brown, nachdem auch die DB-Reihe benannt ist, mit dem DB5 allerdings ab. Der Grund: Zu wenig Platz für seine Polo-Ausrüstung.

Aber wo ein Wille, da ein Weg: Der Unternehmer beauftragte Karosseriehersteller Harold Radford für den Umbau, neben Browns Exemplar wurden auch elf weitere Kombis für ausgewählte Kunden produziert. Vier davon waren Linkslenker – und ein solcher wird nun auch von RM Sotheby’s versteigert. Wir praktisch für uns Menschen vom Festland.

Weniger praktisch: Ein richtiges Schnäppchen ist der DB5 Shooting Brake nämlich nur im Vergleich zum McLaren F1 LM Spec – und der kostet rund 22 Millionen Dollar. RM Sotheby’s schätzt den Wert des Briten zwischen 1 und 1,4 Millionen US-Dollar. Viel Zeit zum Sparen bleibt leider nicht mehr, die Auktion in Monterey findet zwischen 15. und 17. August statt.