Wiesmann ist zurück – mit Biturbo-V8-Verstärkung von BMW

Wiesmann schlief wie ein Bär im Winter. Jetzt wacht Wiesmann auf wie ein Bär im Frühling – mit einem angriffslustigen Brüllen.

Text: Maximilian Barcelli

Einem angriffslustigen V8-Brüllen, um genau zu sein. Denn auch das neue Fahrzeug, an dem unter „Project Gecko“ momentan der letzte Feinschliff vollbracht wird und das 2020 präsentiert werden soll, setzt auf einen bärenstarken BMW-Motor: Dem 4,4-Liter-V8-Monster aus BMW M5 und M8. Aber der Reihe nach.

Die Sportwagenmanufaktur Wiesmann wurde in den späten 80er-Jahren gegründet und verfolgt seit jeher ein einziges Ziel: Leichte, puristische, hochwertige, meistens offene Fahrmaschinen im Retrodesign zu bauen. Es gelang den Herren und Damen aus Dülmen – und zwar mehr als 1.600 Mal. Bis 2013. Bis zur Insolvenz. Dann erstmal: Funkstille. Drei Jahre später, also 2016, übernahmen britische Investoren die Marke. Und nun, wieder drei Jahre später, kündigt Wiesmann einen Phoenix aus der Asche an: Der MF5, das letzte Auto aus der deutschen Kleinserienschmiede, bekommt einen Nachfolger.

Ob der nun tatsächlich Wiesmann Gecko heißen wird (das Reptil ist übrigens das Logo der Marke) oder ob Gecko lediglich der Codename für das Projekt bleibt, ist unklar. Klar hingegen: Wie bei all ihren Fahrzeugen setzten die Deutschen auch weiterhin auf Motoren aus München. Das V8-Triebwerk, das im M5 Competition sowie M8 Competition bis zu 625 PS aus den 4,4 Litern Hubraum holt, wird – wir nennen ihn jetzt einfachheitshalber Gecko – den Wiesmann Gecko antreiben. Gekoppelt wird der Motor an einer 8-Gang-Automatik sein.

Während BMW bei M5 und M8 mittlerweile auf Allrad setzt, bleibt es bei dem neuen Modell von Wiesmann bei Heckantrieb. Der Front-Mittelmotor-Sportler soll trotzdem in unter 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten, verspricht Wiesmann. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von über 320 Sachen heizen die Deutschen die Vorfreude weiter an. Wir sind jedenfalls gespannt!