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#1: Die Scheichs und die Schlacht um die KFZ-Kennzeichen

Sehen und gesehen werden ist das Motto der arabischen Scheichs

#1: Die Scheichs und die Schlacht um die KFZ-Kennzeichen

by Patrizia Zernatto

Auffallen um jeden Preis

Während der Rest der Welt über zu wenig Geld jammert, sprudelt im Land, in dem das Öl wie Wasser fließt, die Goldquelle weiter fröhlich vor sich hin. Hier macht sich niemand Gedanken um den Gang zur Tankstelle, Instandhaltungskosten oder ähnliches.

Aus den Garagen der Scheichs rollt nur das Beste vom Besten und das lässt das Herz eines jeden Sportwagenfans höher schlagen. Doch allein das macht die reichen Araber nicht glücklich, denn ein Auto, und sei es noch so protzig, kann sich jeder kaufen (zumindest im Prinzip). Um in den Arabischen Emiraten unter all den anderen Schwerreichen aufzufallen, braucht es schon ein wenig mehr – genauer gesagt ein ganz besonderes Kennzeichen.
I am #1

Bei den Emirates Auctions, wie der Name schon sagt ein Auktionshaus in den VAE, ging es vor kurzem ordentlich rund, denn die Scheichs konnten sich mal wieder um die begehrtesten KFZ-Kennzeichen streiten – dieses mal im Staat Sharjah. Zu der Versteigerung waren Multis aus der ganzen Golf-Region angereist, um eine der heiß begehrten Nummern zu ergattern.  Der Startpreis für die Nummer 1 ging wie erwartet innerhalb kürzester Zeit nach oben und im Wettstreit der Millionäre machte schlussendlich Arif Ahmad Al Zarouni das Rennen, der unglaubliche 18 Millionen VAE Dirham bzw. 4,3 Millionen Euro dafür hinblätterte.

“I attended the license plate auction only to win number one,” so der stolze Scheich. “My ambition is always to be number one.”

Das muss dann wohl das teuerste Nummerntaferl aller Zeiten sein, oder? Falsch gedacht. Bereits 2008 (Video der Auktion) hat ein anderer Scheich in Staat Abu Dhabi ebenfalls für die 1 satte 12,5 Millionen Euro hingelegt … und wir schimpfen schon, wenn wir ein paar Hundert Euro für MOTOR1 hinlegen müssen.
Photo & Video Credit: emiratesauction

Patrizia Zernatto

Unter dem Pseudonym P.S. Hunter war „Pacey“ lange Zeit als US-Korrespondentin für Motorblock tätig.

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