Motorüberholung im Zeitraffer

Ein Herz für Motorblock

Danke an Menschen mit Engelsgeduld für solche schönen Videos. Einen Motor zu zerlegen und wieder neu aufzubauen ist schon fordernd genug. Die Motorüberholung im Zeitraffer mit vielen einzelnen Bildern im Stoptrick-Verfahren zu dokumentieren, ist vermutlich nochmal so viel Arbeit.

Motorüberholung ist out

Enthusiasmus den wir achten und schätzen sprudelt beim genussvollen Konsumieren dieser Videos aus dem Bildschirm. Nein, nicht nur weil es um den Motorblock per se geht, sondern weil uns bewegt was uns bewegt. Einen Motor, der zigtausende Kilometer seinen Dienst geleistet hat wieder aufzuarbeiten und ihn in alter Frische wieder zu verwenden, ist ein Handwerk das schon viel zu selten angewandt wird. In Zeiten der Wegwerfkultur ist reparieren out und wird nur bei exklusiven und/oder alten PKW gemacht. Wer sich um Motorblöcke kümmert, den zählen wir automatisch zu unseren Freunden!

Porsche Boxermotor wird zerlegt

Die erste Videoperle beschäftigt sich mit einem luftgekühlten Porsche-Sechszylinder in traditioneller Boxer-Bauform. Die Kolben bewegen sich in den Zylindern gegenläufig, jedes Pleuel hat einen eigenen Kurbelwellenzapfen. Die konstruktiven Details wie einzelne Zylinder und Zylinderköpfe sind sehr reparaturfreundlich und bei heutigen Motoren nur mehr Wunschtraum. Sichtlich hat an diesem Exemplar schon der Zahn der Zeit (und auch mal das eine oder andere Eichhörnchen) genagt, wir hoffen auf eine Fortsetzung.

Triumph Spitfire bekommt ein neues Herz

Eine Komplettüberholung genießt der Kraftquell eines Triumph Spitfire in nur knapp zweieinhalb Minuten. Vom Abbau aller Anbauteile bis zu Zerlegung des komplett versifften Motors (auch hier ist wieder ein konstruktives Detail zu sehen, das im heutigen Motorenbau keine Bedeutung mehr findet: die untenliegende Nockenwelle mit Stößelstangen zur Ventilbetätigung) über die Reinigung bis zum genussvollen Zusammenbau ist alles nachvollziehbar zu sehen. Zu guter Letzt bekommt der Motor noch einen blauen Anstrich und verschwindet dann an seinen Arbeitsplatz. Was so einfach aussieht, dauerte aber 11 Monate lang und zur Dokumentation waren 3000 Bilder nötig. Nochmal Hut ab! Die 6,3 Millionen Views hat sich das Video redlich verdient.