WILLHABEN? EHER „WILLNICHTHABEN“!

SCHNÄPPCHEN DER WOCHE: Der Fake-Mercedes Roadster von 1926

Für einen Mercedes der 20er Jahre werden gut und gerne sechsstellige Beträge hingeblättert. So gesehen ist dieses Exemplar von 1926 in der Tat ein echtes Schnäppchen. Aber wie es so ist mit guten Angeboten, hat auch dieses einen Haken.

Der Stern steht hängt genau so schief auf der Motorhaube wie das russische Kennzeichen an der Stoßstange. Dafür können natürlich keine Preise jenseits der 100.000 Euro verlangt werden. Exakt 222.222 Kilometer hat der „Benz“ gelaufen. Wow, das muss man mal hinbekommen. 60 kW bzw. 82 PS treiben den Roadster an. Die zweifarbige Lackierung besteht aus Elfenbein-Taxi-Gelb, die Kotflügel sind in passendem Kot-Azur-Merde-tallic lackiert. Das Fetzendach macht seinem Namen alle Ehre. Die Vermutung liegt nahe, dass das Dachkonstrukt aus denselben Stangen wie die Stoßstange gebaut wurde.

Wir haben uns bisher nicht getraut den Verkäufer anzurufen. Der würde uns für verrückt halten, wenn wir ihm erklären, dass er weit mehr für seinen Mercedes verlangen könnte. Wenn ihr das übernehmen wollt, oder ihm erklären möchtet, dass man für ein Replika auf Käfer-Basis nichts verlangen darf sondern eine Entsorgungsgebühr zu bezahlen ist, dann findet ihr hier den Link zum Mercedes-Benz Cabrio von 1926.