Zahlen zum Walkürenritt

Aston Martin Valkyrie

Das next big thing im Hypercar-Sektor ist zurzeit das sehnlichst erwartete Mercedes-AMG Project One, das auf der IAA in Frankfurt das Licht der Welt erblicken wird. Mit Formel 1-Technik in Reinkultur wollen die Schwaben so eine ganz neue Kategorie Auto eröffnen. Doch ein potentieller Rivale taucht am Horizont bereits auf: Die Aston Martin Valkyrie, zu der es nun erste Daten gibt.

Text: Jakob Stantejsky

Formel 1-Know how steckt auch in der Valkyrie in schieren Massen, zeichnet sich doch Superhirn Adrian Newey für ihr Design verantwortlich. Außerdem basteln die Briten nicht allein am brutalsten Aston Martin aller Zeiten: Die Formel 1-Abteilung von Red Bull Racing steckt nämlich mit unter der Decke. Jetzt aber zu den nackten Zahlen, wegen derer ihr hier seid:

Die liebe Walküre wird 1130 PS unter ihrem 1030 Kilo schweren Kleid verbergen, hat also mehr als ein PS pro Kilo zu ihrer freien Verfügung. Ihr 1000 PS-Herz schlägt dabei mit zwölf Zylindern und fasst 6,5 Liter, zusätzlich besitzt sie noch einen kleinen elektrischen KERS-Schrittmacher mit 130 PS. Dennoch werden 150 der 175 geplanten Valkyries eine Straßenzulassung bekommen, auch hier steht man Mercedes also in nichts nach. Die übrigen 25 Stück sind dann doch rein für die Rennstrecke gedacht und bekommen dementsprechend noch kompromisslosere Aerodynamikkits.

Aston Martin gibt als Performanceziel übrigens aus, den Silverstone Circuit mit der Valkyrie so schnell wie ein LMP1-Auto umrunden zu können. Hier sprechen wir also von waschechtem Racing, die Valkyrie als Sportwagen zu bezeichnen gleicht grober Themenverfehlung. Viel eher ist die junge Dame ein Rennwagen, der sich haarscharf unter der Straßenverkehrsordnung durchquetscht und somit die Gegend unsicher machen darf. Los geht es mit dem Spaß übrigens wahrscheinlich 2019, die Enthüllung soll für Le Mans 2018 geplant sein.