Wenn Großkatzen größer werden

Aufgepasst Cayenne: Der F-Pace mutiert zum SVR!

Sechs Zylinder sind zwei zu wenig. Offensichtlich ist auch Jaguar dieser Meinung, denn die Briten gönnen ihrem ersten SUV, dem F-Pace, eine extra Portion Power.

Text: Maximilian Barcelli

Man nehme acht Zylinderchen, verteilt auf diese insgesamt fünf Liter Hubraum und verfeinert das Ganze dann noch mit einem Kompressor – schon ist der Jaguar F-Pace SVR angerichtet. Und der schmeckt mit seinen 550 PS und dem satten Drehmoment von 680 Newtonmeter äußerst köstlich. Mit dieser Leistung hievt sich der F-Pace übrigens auf ein ähnliches Level auf dem auch der Porsche Cayenne Turbo rumkrebst. Und auch dem italienischen Chefkoch aus der Eifel namens Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio steht die perverseste Ausartung des britischen Performance-SUVs in nichts nach. Außer beim Quartettspielen.

Da zieht die Raubkatze den Kürzeren: Denn während Cayenne Turbo und Stelvio Quadrifoglio beide den Paradesprint in unter vier Sekunden absolvieren, genehmigt sich der F-Pace SVR ganze 4,3 Sekunden. Für ein Fahrzeug mit diesen Ausmaßen und einem solchen Gewicht dennoch arg genug. Apropos Gewicht: Da hat Jaguar ordentlich nachgebessert, 6,6 Kilogramm speckt der F-Pace durch eine neue Auspuffanlage ab und auch die Leichtmetallfelgen sorgen nicht nur für eine optisch schlankere Figur.

Selbstverständlich zeichnet sich eine Mahlzeit nicht nur durch das blutige Steak aus, auch Beilagen sind ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtkunstwerkes. Deshalb: Größere Lufteinlässe, dickere Kotflügel und ein neues Fahrwerk, das vielleicht (wir wissen’s ja nicht, weil noch nicht gefahren) so hart ist, dass es dir die Plomben raushaut. Etwas zäh halt, die Beilagen.