Neues von der Autoshow in New York

Erfrischend und elektrisch: das Genesis Mint Concept

Sie haben zwar große Ambitionen, aber jetzt backen sie erst einmal kleine Brötchen: Denn auch bei Genesis haben sie erkannt, dass die Welt allein mit großen Limousinen und dicken Geländewagen nicht zu retten ist und immer mehr Kunden in Städten wohnen, in denen Autos, wie wir sie heute kennen, bald nichts mehr zu suchen haben werden. Daraus zieht die noble Hyundai-Schwester jetzt für die Motorshow in New York erste Konsequenzen und rückt deshalb das Mint Concept uns Rampenlicht.

Von Thomas Geiger

Utracool gezeichnet wie ein Coupé für die Westentasche gibt der Zweisitzer den elektrischen Stadtflitzer, den sich die Designer als Luxus-Accessoire ihre Kunden wünschen. Deshalb ist der Mint, der mit anderem Grill und neuer Deko auch als Mini durchgehen könnte, eben keine rollende Verzichtserklärung, sondern ein Lifestyle-Objekt in Lack und Leder.

Allerdings will das Coupé mit der ungewöhnlichen Stufe im Heck nicht nur schön sein, sondern auch praktisch und bietet deshalb hinter seinen rahmenlosen bequem Platz für zwei Personen und deren Einkäufe, die durch unkonventionelle Flügeltüren im Heckfenster auf der Ablage verschwinden.

Ach ja, und sauber ist der Mint natürlich auch. Denn unter dem Blech steckt die Elektro-Architektur, wie man sie von Konzernmodellen wie dem Hyundai Ioniq oder dem Kia Niro kennt, die hier für gute 350 Kilometer Reichweite sorgen soll.

Zwar liebäugelt Genesis nach Informationen aus Korea tatsächlich mit einem Kleinwagen, um seinen Weg in die großen Städte zu finden. Doch wenn, dann eher langfristig. Fürs erste nämlich haben die Koreaner noch eine andere Baustelle, die viel drängender, wenn sie tatsächlich im großen Stil Lexus und Infiniti nacheilen wollen: Als einzige Premium-Marke hat Genesis bislang kein SUV im Programm.