Black Mirror

Honda e bekommt virtuelle Seitenspiegel – serienmäßig!

Die virtuellen Außenspiegel des Audi e-tron sind bei rund 1.700 Euro Aufpreis dotiert. Ob das zu teuer oder angemessen kalkuliert ist, wussten wir bei der Testfahrt im November mangels Vergleichbarkeit noch nicht. Dank dem Honda e sind wir nun ein bisserl klüger.

Text: Maximilian Barcelli

Denn auch der erste Stromer der Japaner, der auf einer speziellen E-Auto-Plattform aufbaut, streicht die klassischen Seitenspiegel und bekommt stattdessen Kameras spendiert. Abgezeichnet hat sich das bereits auf dem diesjährigen Genfer Autosalon, wo der Honda e Prototyp präsentiert wurde. Schon dieser verfügt über virtuelle Seitenspiegel. Nun bestätigte der Konzern: Auch das Serienmodell wird mit den Kameras ausgestattet. Und sie werden keinen einzigen Cent Aufpreis kosten.

Die beiden Kameras liefern ein Bild vom hinteren Geschehen an zwei 6-Zoll-Displays, die den langen Riesenscreen im Mercedes-Style erweitern. Zwei wesentliche Vorteile dieser Technologie: Die verbesserte Aerodynamik und die bessere Sicht. Viel gewichtiger dürfte wohl ein anderer Punkt sein, denn die paar Meterchen mehr Reichweite machen’s nicht aus und dass die Sicht nach seitlich-hinten nicht wesentlich besser ist, als mit konventionellen Seitenspiegeln, hat sich bereits im e-tron gezeigt. Primär tut das „Side Camera Mirror System“ dem ohnehin cleanen Exterieur gut.

Denn nicht (nur) die Reichweite von über 200 Kilometern oder das minimalistische Cockpit leisten wichtige Überzeugungsarbeit für den Honda e, vor allem die coole Retro-Optik, die in die Moderne übertragen wurde, ist prickelnd. Dazu tragen neben den Seitenspiegeln auch die versenkbaren Türgriffe bei. Der Honda e wird in wenigen Monaten auf der IAA in Frankfurt der Weltöffentlichkeit vorgestellt.