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Mit dem Sealander schwimmend zum Camping

Wohnwagen und Hausboot in einem

Mit dem Sealander schwimmend zum Camping

Campingausflug oder Segeltrip? Mit dem Sealander muss man sich jetzt nicht mehr entscheiden, denn der Wohnwagen fährt zu Land genauso gut, wie er im Wasser schwimmt.

by Patrizia Zernatto

Der Road Trip übers Wasser

Als Industriedesigner war Daniel Straub von der Idee eines maritimen Wohnwagens so begeistert, dass er sie schließlich auch umgesetzt hat. Der Sealander entstand als Prototyp erstmals 2011 aus der Zusammenarbeit mit Firmen aus dem Fahrzeug-, Karosserie- und Schiffsbau, jetzt ist er endlich so richtig serienreif und das Beste daran: er ist 100% “Made in Germany”. Deutsche Qualitätsarbeit braut es aber auch, wenn man einen Wohnwagen das Schwimmen lehren möchte.
Nach dem Trip zum See schiebt man das gut vier Meter lange Gefährt ganz einfach mit dem Heck voraus ins Wasser, löst den Anhänger, befestigt einen kleinen Elektro-Bootsmotor und schon geht es weiter. Angeboten wird das Amphibienfahrzeug mit einem drei oder sechs PS-Motor und da man erst ab 15 PS Leistung einen Bootsführerschein braucht, kann man sofort loslegen. Allerdings ist der schwimmende Camper nicht hochseetauglich und darf nur bis Windstärke fünf bzw. einem Wellengang von 0,3 Metern ins küstennahe Gewässer.
Der 380 Kilo schwere Sealander ist mit seinem Korpus aus Glasfaser verstärkten Kunststoffmatten nicht nur Straßen- und schwimmtauglich, sondern auch wasserdicht. Diese  Kombination war allerdings eine ordentliche Herausforderung, denn einerseits darf kein Wasser eindringen, gleichzeitig muss auch Spielraum für fahrtabhängige Vibrationen geboten werden. Außerdem ist das Fahrwerk vollverzinkt, die Radnaben wurden ölgelagert und natürlich gegen Wasser versiegelt.
Von einem herkömmlichen Wohnwagen unterscheidet den Sealander auch der Look ein wenig, denn es gibt keine seitliche Eingangstür, sondern eine große Luke an der Vorderseite. Insgesamt finden vier Personen auf zwei Sitzbänken, die zu einer großen Liegefläche umgebaut werden können, Platz. Dazu kommen noch ein Tisch, die Campingtoilette und kleine Schränke. Ab 17.990 Euro kann man den Sealander bestellen. Ein stolzer Preis, allerdings sind Außen-, Interieur- oder Polsterfarben frei wählbar, selbst eine kleine Küche kann man sich als Extra dazu bestellen, und dank der Panoramascheiben hat man eine herrliche Aussicht an Land und zu Wasser.

Photo & Video Credit: Sealander

Patrizia Zernatto

Unter dem Pseudonym P.S. Hunter war „Pacey“ lange Zeit als US-Korrespondentin für Motorblock tätig.

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