Darum lässt der ADAC wieder Lego-Autos crashen (mit VIDEO)

Schon 2017 ließ der deutsche Automobilclub eine Porsche 911 GT3 RS-Miniatur aus Legosteinen crashen. 2019 wiederholt sich die Geschichte – allerdings mit automobiler Verstärkung in Form eines Bugatti Chiron.

Text: Maximilian Barcelli / Bilder: c’t magazin, ADAC

Ein Porsche 911 GT3 RS schießt mit 60 km/h einen parkenden Bugatti Chiron ab – was nach einem Millionenschaden klingt, kostet in diesem Szenario nur ein paar hundert Euro. Porsche wie auch Bugatti sind gottlob nur Legomodelle im Maßstab 1:8, der Crash nur ein Test, zusammen durchgeführt vom ADAC und dem Technikmagazin c’t.

Der Unterschied zu 2017 – außer das beim fatalen Unfall nun zwei Fahrzeuge beteiligt sind: diesmal hat der Crashtest einen tiefgründigen Hintergrund, noch tiefgründiger als Jux und Tollerei. Bevor der Automobilclub den Lego-Elfer in den Chiron rasen lässt, simulierten IT-Spezialisten das Ergebnis eines solchen Aufpralls via Computer. Größe, Gewicht und Position eines jeden Legosteinchens wurden in die Software eingespeist. Das Experiment soll zeigen, ob in unserer digitalen Welt, in der bereits so viel mit Computer-Simulationen gearbeitet wird (man denke an die Formel-1), ein analoger Crashtest nicht überflüssig ist. Ist ja auch nicht gerade günstig, wenn man so ein Rimac Concept_Two gegen eine Wand knallen lässt.

Das Ergebnis: Beide Autos zerlegt es in sämtliche (Lego-)Teile, die Testpiloten aus dem 3D-Drucker mögen in Frieden ruhen. Und was hat die Computersimulation vorhergesagt? Einen weitaus geringeren Schaden. „Der echte Crash ist also unverzichtbar,“ resümiert der ADAC.