Wenn perfektes perfekter wird

Fast 300 PS: Die neue Alpine A110S

Auf die Frage, was der Alpine A110 fehlt, würde uns nicht viel einfallen (eine feinere Verarbeitung im Innenraum eventuell). Ein Leistungszuwachs sicherlich nicht. Die Franzosen gönnen ihrem Sportler trotzdem ein Upgrade.

Text: Maximilian Barcelli

Und zwar ein ordentliches: 40 PS spendierten sie der Alpine A110S zusätzlich, insgesamt wuchten jetzt 292 Pferdchen auf die Hinterachse ein – was immerhin eine Steigerung von fast 16 Prozent bedeutet. Zusammen mit dem herrlich niedrigen Gewicht von nur 1.114 Kilogramm verfügt die A110S über ein Leistungsgewicht von 3,8 Kilogramm pro PS.

Daraus resultiert neben einer höheren Endgeschwindigkeit (260 km/h statt 250) auch eine bessere Beschleunigung: Die Alpine A110S spurtet in 4,4 Sekunden auf Tempo 100, die A110 ohne S benötigt ein Zehntel mehr. Um die Fuhre mit dem Mehr an Leistung nicht zu überfordern, spendierte man dem neuen Topmodell ein überarbeitetes Fahrwerk, das steifer und sportlicher geworden ist.

Optisch enttarnen die neue Alpine A110S als solche orange Bremssättel und GT-Race Felgen. Die Flaggenlogos sind nicht mehr im Trikolore-, sondern simplen Carbon-Design gehalten und den Innenraum zieren nun orange Kontrastnähte. Die neue Matt-Lackierung „Gris Tonnerre“ (exklusiv für das S-Modell erhältlich) ist auch so ein Indiz.

Fazit: Der Alpine A110 ergeht es wie dem genauso großartigen Mazda MX-5. Seine 160 PS waren optimal, nie hätten wir nach mehr Power verlangt, doch als das Facelift und mit diesem dann die 184 PS da waren … nun ja … beschwert hat sich niemand. Einen Unterschied gibt es aber: Beim neuen MX-5 saßen wir schon hinterm Steuer, ob die Alpine A110S tatsächlich noch mehr Freude bereitet, müssen wir noch verifizieren. Blöd aber auch …