Schönheit trifft Gewalt

Velar und V8 – Passt das?

Der Range Rover Velar wird motorisch gedopt – doch irgendwie passt’s nicht zusammen. Was wiederum für die Qualität der beiden zusammengeführten Komponenten spricht.

Text: Maximilian Barcelli

Auf der einen Seite steht wohl eines der schönsten Autos der Neuzeit: Der Range Rover Velar ist dank seines unglaublich cleanen Designs ein absoluter Hingucker. Bevor man hier mehr als fünf Sicken und Kanten findet, findet man die verdammte Fernbedienung.

Auf der anderen Seite ist da dieser Motor, der V8-Kompressor mit fünf amtlichen Litern Hubraum. Begegnungen unserseits gab’s schon einige: Im Jaguar F-Type SVR zum Beispiel, den wir über den Red Bull Ring in Spielberg peitschten. Oder im Range Rover Sport SVR, der zwar bekanntlich wie der Velar ein SUV ist, jedoch viel grober auftritt. Und da passt so ein – im positivsten Sinne – räudiger Motor halt auch gut rein.

Nun kombinieren die Briten aber den Velar mit eben diesen Motor. Im Range Rover Velar SVAutobiography Dynamic Edition leistet das Aggregat 550 PS, die den Schönling in nur 4,5 Sekunden von Null auf Landstraßentempo schnalzen. Die Puste geht dem Motor grundsätzlich zwar noch nicht bei 274 km/h aus, flotter wird’s aber trotzdem nicht. Aerodynamik und so.

Was wohl am wenigsten zum avantgardistischen Auftritt des Velar passt, ist der Klang des V8ers – das SUV aus Großbritannien ist vom Typ her mehr so der Gleiter, perfekt in Kombination mit einem potenten Sechszylinder-Diesel (den es ja auch gibt). Anderseits: Auch der Defender kam zum Handkuss mit dem V8-Kompressor – was ja noch viel verrückter ist. Und überhaupt: What the hell, why not?