Frankreich vs. Japan

Mégane R.S. Trophy-R zerstört Civic Type R-Rekord in Spa

Vor rund einem Jahr ging Honda mit dem Civic Type R auf Rekordjagd. Die beeindruckende Bilanz: Auf sechs Rennstrecken stellte man das schnellste frontgetriebene Serienfahrzeug. Nun ist der Japaner zwei dieser Rekorde los. Schuld daran ist der Renault Mégane R.S. Trophy-R.

Text: Maximilian Barcelli

In 7:43,8 Minuten rauschte der Honda Civic Type R 2017 über die legendäre Nordschleife – Rekord für straßenzugelassene Serien-PKWs mit Frontantrieb! Damit aber nicht genug, die Japaner leckten Blut, spürten, was mit ihrem Gerät alles möglich sei. Die „Type R Challenge“ war geboren, im Zuge dieser stattete der böse Civic fünf weiteren Tracks einen Besuch ab: Magny-Cours, Estoril, Silverstone, Hungaroring und Spa-Francorchamps. Kurzum: Jeder Versuch glückte.

Einen dieser Rekorde – und zwar den wichtigsten – verloren die Japaner allerdings vor wenigen Wochen: Der Renault Mégane R.S. Trophy-R, der rund 130 Kilogramm leichter als ein „normaler“ Trophy ist, rasierte in 7:40,1 Minuten die Curbs der grünen Hölle, nahm dem Japaner also gut drei Sekunden ab.

Auf die Hauptspeise folgt nun das Dessert. Renault pilgerte zum Circuit de Spa-Francorchamps, die dort zu schlagende Zeit: 2:53,72 Minuten. Der Mégane R.S. Trophy-R unterbot diesen Rundenrekord des Civic Type R nicht nur, er degradierte ihn. Lediglich 2:48,34 Minuten vergingen, da war der Franzose schon wieder im Ziel. Klar, Spa-Francorchamps gehört mit rund sieben Kilometern zu den längeren Rennstrecken dieser Welt. Doch wenn sich Hersteller damit brüsten, auf der fast dreimal so langen Nordschleife die Konkurrenz um wenige Sekunden zu unterbieten, dann müssen die mehr als fünf Sekunden, die der Trophy-R dem Type R abgenommen hat, schon angemessen geachtet werden. Besonders, weil der Honda echt kein Nasenbohrer ist. Um den großartigen Marko Arnautović zu zitieren: „Shampoo“, Renault!