Teufelsfahrt

Tuk-Tuk-Rekord auf der Nordschleife

SUV, Limousine, Elektroauto, Fahrt mit Anhänger, Serienauto mit Straßenzulassung – Streckenrekorde am Nürburgring gibt’s wie übergewichtige Amerikaner. Nun raste sogar ein Tuk-Tuk durch die grüne Hölle.

Text: Maximilian Barcelli

Die Nordschleife des Nürburgrings gilt als Feuertaufe. Wer hier einen Rekord einfährt, hat einen verdammt flotten Wagen gebaut. Mercedes-AMG GLC 63 S, Nio EP9, der Porsche Panamera mit Anhänger im Schlepptau oder Lamborghini Aventador SVJ; sie alle haben gemein, dass sie die schnellsten in der grünen Hölle sind – zumindest in ihrem jeweiligen Segment. Den allgemeinen Rekord hält Timo Bernhard im Porsche 919 Hybrid Evo: Nach lediglich 5:19,55 Minuten passierte er das Ziel.

„Ein bisserl“ länger benötigte dieses Fahrzeug: In 31:49,46 Minuten brachte ein Daihatsu Tuk-Tuk die rund 20 Kilometer lange Strecke hinter sich – Rekord in der Tuk-Tuk-Klasse. Wen (und ob überhaupt) es zu schlagen galt, ist uns leider nicht bekannt. Auch der Fahrer bleibt anonym, wobei sein Rennanzug schon stark an jemanden erinnert. Fix ist aber: Die Zeit wurde vom Nürburgring offiziell beglaubigt.

Weiters ist das Baujahr und der letzte Einsatzort des Tuk-Tuks bekannt. Bereits seit 1988 treibt es sein Unwesen in Asien, vermutlich als Taxi. Da dort die Verkehrslage so geschmeidig wie ein kratziger Wollkragenpullover ist und fast fünf Meter lange E-Klassen Elefanten im Porzellanladen sind, erfreuen sich Autorikschas großer Beliebtheit. Unser Rekordhalter wurde aus Thailand importiert, wiegt keine 400 Kilogramm, leistet dafür auch nur 23 PS. Wir sind gespannt, wer in der Tuk-Tuk-Klasse kontern wird.