Video: Toyota mit V8-Ferrari-Motor driftet!

Immer langsam mit den jungen Pferden

Video: Toyota mit V8-Ferrari-Motor driftet!

Im Internet findet man bekanntlich ja die verrücktesten Sachen und dieser driftende Toyota GT86 gehört absolut dazu. Der japanische Flitzer wird nämlich mit italienischem Feuer angetrieben!



Text: Maximilian Barcelli / Bild: © Ryan Tuerck

Der GT86 ist ja grundsätzlich schon ein Auto, welches mit Fahrspaß auftrumpfen kann. 200 PS schöpft der 2-Liter-Vierzylinder-Motor. Diese treiben die Hinterräder an, was bei einem Gesamtgewicht von nicht einmal 1,3 Tonnen zwar mächtig Freude bereiten kann, jedoch nicht für jeden Autoliebhaber ausreichend ist.

Zum Beispiel für den Drift-Profi Ryan Tuerck, der in seinem Toyota einen neuen Motor hat einbauen lassen. Einen V8. Von Ferrari. Der 570 Pferdchen stemmt. Und mit diesem Toyota GT 4586 ging der Amerikaner jetzt spielen und an seiner Seite die Filmcrew von Donut Media, um ein paar atemberaubende Bilder einzufangen.

Was auch gelang, allerdings erst nach einer klitzekleinen Komplikation, die aber eh relativ schnell (zumindest wirkt es im Video so) wieder behoben werden konnte. Tuerck tangierte schon nach einer der ersten Kurven das Gelände am Fahrbahnrand, konnte durch sein Geschick und Können jedoch schlimmeres verhindern. Nach einer kurzen Reparaturpause ging es dann eh schon wieder weiter. Gott sei’s gedankt, muss man ja fast sagen. Sonst hätten wir uns niemals an diese traumhaften Bildern ergötzen können. Und der Sound erst…


Nissan GT-R vernichtet den Viertelmeilenrekord

Godzilla in seinem Element

Nissan GT-R vernichtet den Viertelmeilenrekord



Marmor, Stein und Eisen bricht, aber der Godzilla nicht. Auch zehn Jahre nachdem er das Licht der Welt erblickt hat, ist der Nissan GT-R immer noch der Maßstab in Punkto Dragrace. Zumindest dann, wenn Profis ihn ordentlich aufbohren und sein Potential somit vollständig ausschöpfen. Extreme Turbo Systems hat nun den Doppelpack geschnürt und nach dem Halbmeilen- auch den Viertelmeilenrekord im Nissan GT-R an sich gerissen.

Text: Jakob Stantejsky



De facto haben die Tuner in diesem Video sogar zwei Viertelmeilenrekorde aufgestellt, denn schon die zweite Zeit von 6,91 Sekunden hätte die alte Bestmarke deutlich verbessert. Es war dies übrigens das erste Mal, dass die magische 7er-Marke geknackt wurde. Doch da Lucas English im GT-R gegen Ende dieses Laufes grobe Turbulenzen überstehen musste – Wie sich so ein Verreißen bei über 300 km/h wohl anfühlen muss? – beschloss Extreme Turbo Systems, die Fahrbahn noch ein wenig aufheizen zu lassen. Das hat’s schlussendlich auch eindeutig gebracht, denn beim nächsten Versuch schoss Godzilla in lächerlichen 6,888 Sekunden über die Ziellinie.

Jetzt lassen wir und das mal mit rechts auf der Zunge zergehen: Von 0 auf 358,77 in nicht einmal SIEBEN SEKUNDEN! Die überwältigende Mehrheit aller Autos braucht deutlich länger, um überhaupt armselige 100 km/h zu erreichen. Das sollte genügen, um uns allen klarzumachen, dass dieser GT-R kein ordinäres Fahrzeug, sondern ein ausgewachsener Godzilla ist.

Das steckt hinter dem Bugatti Chiron

Wunder über Wunder

Das steckt hinter dem Bugatti Chiron



Sonntag Abend ist’s – genau der richtige Zeitpunkt, um sich einen guten Tropfen einzuschenken und das Wochenende in Ruhe ausklingen zu lassen. Macht es euch gemütlich und nehmt euch eine Dreiviertelstunde Zeit, um diese National Geographic-Dokumentation über den Bugatti Chiron anzuschauen. Denn auch abseits von PS und Power ist dieses Auto ein wahres Wunderwerk der Technik und eine atemberaubende Maschine.

Text: Jakob Stantejsky



Ja, die nackten Performancezahlen des Chiron lesen sich wie das Fantasiegebilde eines Adrenalinjunkies und machen den Franzosen zum mächtigsten Sportwagen der Geschichte. Doch was uns allen wohl viel weniger bewusst ist, ist die detailbesessene Arbeit, die hinter dem Fahrzeug steckt und all seine zahllosen Rekorde erst möglich macht. Der Chiron kratzt in vielerlei Hinsichten an den Grenzen der Physik, ganz abgesehen von seiner schieren Kraft. Denn all diese Power muss erst einmal in ein Gewand gesteckt werden, das sie nicht sofort in Fetzen reißt. Wie solch ein Gesamtkunstwerk entsteht, hat National Geographic erforscht und das Ergebnis ist eine ehrfurchtseinflößende Tour durch die Herstellung einer der beeindruckendsten Maschinen der Welt. Ich geb’s ganz ehrlich zu: Mein Respekt für die Köpfe hinter dem Bugatti Chiron ist noch einmal gewaltig gestiegen.

Abarth’s „abarthig“ witzige Werbekampagne

Sind 3er sind überbewertet?

Abarth’s „abarthig“ witzige Werbekampagne

Wenn sich Menschen nicht zu ernst nehmen, macht sie das irgendwie auf Anhieb sympathisch. Ähnlich verhält es sich auch mit Fahrzeug-Herstellern, wie Fiat’s flotte Tochter Abarth mit einer humorvollen Werbekampagne unter Beweis stellt.



Text: Maximilian Barcelli / Bilder: © Abarth

Bei der Werbekampagne, die derzeit auf der österreichischen Facebook-Seite des Fiat-Veredlers läuft, kriegen andere Hersteller in einer humorvollen Art ordentlich ihr Fett weg. Frech, genau wie ihre Fahrzeuge, machen die Italiener auch nicht vor deutschem Premium halt und ziehen vor allem Audi, BMW und Mercedes durch den Kakao.

Dass sie sich selbst dabei nicht ganz so ernst nehmen, wenn sie vom Ringe knechten schreiben, sollte ja eigentlich klar sein. Einige humorschwächere Menschen sind dennoch der Auffassung, dass man die angegriffenen deutschen Hersteller von den Späßen des italienischen Autobauers verteidigen müsste. Doch auch da reagiert Abarth mit gutem Schmäh und veräppelt beispielsweise einen User, der sich offensichtlich vertippt hat und dann „deutscher Ongineurskunst“ dabei rauskam. Auf den Kritikpunkt der Größe antworteten die Italiener mit „es kommt nicht immer nur auf die Größe an“.

Wir finden die Werbungen und Social-Media-Aktivitäten von Abarth jedenfalls „abarthig“ witzig und erfreuen uns an dem italienischen Hersteller, der sich nicht ganz so ernst nimmt.

Neuer Nordschleifen-Rekord für Porsche!

Toro! Toro!

Neuer Nordschleifen-Rekord für Porsche!

Porsche hat zurückgeschlagen und die Rache der Zuffenhausener an Lamborghini war erbarmungslos. Mit einer Zeit von 6:47,3 Minuten pulverisierten die Deutschen den Rekord des Huracán Performante und traten der italienischen Konzernschwester dabei ordentlich in die Stier … naja ihr wisst schon.



Text: Maximilian Barcelli

Wie ja eigentlich eh zu erwarten war, war es der Über-Elfer GT2 RS, der die Italiener in die Schranken wies und den Titel „King of the Ring“ einheimste. 6:47,3 Minuten benötigte das Präzisionsgerät aus Zuffenhausen, um einmal die Nordschleife zu umrunden. Doch ist es nicht nur die brillante Zeit, die einem beim Video schauen mit offenem Mund zurücklässt. Vielmehr ist es die Kontinuität, die einem den Atem weglässt.



So unterboten die zwei Porsche Werksfahrer Lars Ken und Nick Tandy gleich beim ersten Versuch die (ehemalige) Bestzeit des Herstellers aus Sant‘ Agata. Es folgten fünf weitere Runden, jede davon unter sagenhaften 6:50 Minuten! Die tatsächliche Rekordrunde startete schließlich erst um kurz nach 19 Uhr, in den Videos macht sich die Dämmerung auch schon ordentlich bemerkbar.



Was die unglaubliche Ingenieursleistung des Teams hinter dem stärksten 911er aller Zeiten noch mal so richtig unterstreicht, ist die Tatsache, dass der GT2 RS ein Hecktriebler ist. Während der Huracán Performante also mit vier angetriebenen Rädern durch die Kurven des Nürburgrings fetzt, liefert das Getriebe des Porsche die 700 Pferde, die aus dem Sechszylinder-Biturbo-Boxermotor geschöpft werden, nur an die Hinterachse, was eine Zeit von 6:47,3 wirklich brachial erscheinen lässt. Der zweitschnellste Wagen mit Heckantrieb ist die Viper ACR, welche den Rekord ja auch erst vor einigen Wochen einheimste und beinahe 15 Sekunden länger unterwegs war, als der Zuffenhausener.



Zugegeben, den Rekord des Nio EP9 (6:45,9), dem ja viele die Nordschleifen-Krone aufsetzen, konnte der GT2 RS (noch) nicht brechen. Allerdings wird Porsche mehr als nur sechs Fahrzeuge (gut, zehn weitere EP9 sollen ja angeblich noch kommen, trotzdem … richtig „Serie“ ist das nicht) bauen und auch der E-Hypersportler kommt mit vier angetriebenen Rädern daher.


Anibal Icon RR: Der bessere Porsche?

Schüler gegen Meister

Ist der Anibal Icon RR der bessere Porsche?



Anibal Automotive hat sich bisher darauf beschränkt, aus diversen Porsches, T-Rex’s und Polaris Slingshots ziemlich abgefahrene Kitcars zu schneidern. Doch jetzt wollen die Kanadier mehr und haben ihren ersten eigenen, vollwertigen Sportwagen vorgestellt. Wobei, Sportwagen ist fast schon eine Beleidigung, denn beim Anibal Icon RR handelt es sich um ein waschechtes Hypercar. Als Basis dient der Porsche 911 Turbo S, doch der Schüler ist dem Meister technisch weit voraus.

Text: Jakob Stantejsky



Was auf den ersten Blick vielleicht wie Blasphemie wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinschauen als die blanke Wahrheit. Denn der 3,8 Liter Biturbo-Boxer aus dem 911 wird in Kanada nicht nur verschärft, sondern zum waschechten Monstrum weiterentwickelt. 920 Pferdestärken soll das Biest leisten, die den Icon RR wiederum in weniger als drei Sekunden auf 100 km/h katapultieren sollen. Das schöne Wörtchen „sollen“ verwende ich nicht aus Jux und Tollerei, sondern aufgrund der Tatsache, dass Anibal Automotive noch mitten in der Entwicklungsarbeit steckt – bisher gibt es noch keinen fertigen Icon RR. Wenn es so läuft wie bei anderen Autobauern, dann enstsprechen die genannten Zahlen allerdings sehr wohl der Wirklichkeit – wir können uns also auf einen weiteren Teilnehmer am Hypercar-Zirkus freuen.



Auch den Allradantrieb sowie die Allradlenkung und das Bremssystem wird Anibal sich aus Zuffenhausen ausborgen, um damit das eigene Pferd zu frisieren. Doch der Icon RR ist nicht einfach nur ein 911er im feschen neuen Gewand. Denn in Punkto Aerodynamik haben sich die Kanadier frech und frei ausgetobt und sich ein aktives Luftleitsystem ausgedacht, dass in der Frontschürze je nach Bedarf Klappen öffnet und schließt. Der Spoiler hat seine Gymnastikübungen ebenso erledigt und streckt sich, sobald er benötigt wird. Auch sonst dient das aggressive Design durchwegs dem Flow und schafft eine Aerodynamik deluxe, wenn man so möchte. Eingestiegen wird in den Icon RR standesgemäß durch Flügeltüren. Es wird jedoch nur 50 Fahrer geben, die dieses Gefühl genießen dürfen, da Anibal seine Rakete streng limitieren wird. Ach ja, fünf Stück erscheinen zusätzlich noch als Drastic Edition – als wäre dieses Monster nicht schon drastisch genug.

Den Icon RR mit all seinen hochgezüchteten Features noch mit dem 911 Turbo S zu vergleichen, wäre ein Bisschen ungerecht, daher sind wir schon viel mehr gespannt, ob er sich gegenüber der Spitze der Porsche-Nahrungskette behaupten kann. Anibal Icon RR vs. Porsche 911 GT2 RS oder vs. Porsche 918 Spyder – vielleicht wird der aufmüpfige Schüler dann doch in die Schranken gewiesen?


E-Mobility Play Days 2017 am Red Bull Ring

Alles steht unter Strom

E-Mobility Play Days 2017 am Red Bull Ring



In Kooperation mit namhaften Partnern sowie renommierten Experten dreht sich bei den „E-Mobility Play Days 2017“ – dem umfangreichsten Branchentreffen Österreichs – auf dem Red Bull Ring alles um die Zukunft der Fortbewegung. Am Spielberg könnt ihr Innovationen hautnah erleben und erfahren, dass E-Mobilität mehr bedeutet, als nur der Einsatz von Elektroautos.



Von futuristischen Robotern über neueste Entwicklungen im Bereich der E-Fahrzeuge, die Besucher selbst testen können, bis hin zu zukunftsweisender Technologien wird euch am Spielberg ein breites Programm geboten. Gekrönt wird die Geschichte von der Formel-E-Premiere in Österreich, unter anderem mit Stargast Sébastien Buemi (Formel-E-Weltmeister 2016). Außerdem feiert das actiongeladene Drohnen-Rennen „Red Bull DR.ONE“ seine Premiere und der „Air Masters Drone Racing FAI World Cup“ gastiert zum ersten Mal in Österreich. Kurz gesagt: Wie emissionslose Mobilität bereits Einzug in den Alltag gehalten hat, und wie weit die Wissenschaft ist, um die Menschheit im 21. Jahrhundert weiter zu elektrisieren, wird am 29. und 30. September bei freiem Eintritt Thema am Spielberg sein. Kostenlose Tickets gibt es hier.



Bevor wir es vergessen: Geländeplan und Programm findet ihr ganz bequem hier unten! Jetzt steht einer Spritztour in die schöne Steiermark doch nichts mehr im Wege – also los, liebe Motorblocker! Schwingt euch auf und in eure Maschinen und macht den Red Bull Ring unsicher!



Foto Credits: (c) ABT Sportsline, Audi, BMW, Sylvia Brown, Dutch Photo Agency, Hyundai, Kreisel, Nissan, Picks, Philip Platzer, Probo Robotics GmbH, Martin Proell, Renault, Schubert (film+gut) GmbH, Thomas Schuller, Virtual Vehicle

Aston Martin DB11 V8: Ein Brite mit deutschem Herz

Ein Brite mit deutschem Herz

Der Aston Martin DB11 V8



Wenn Andy Palmer in diesen Tagen die noble Bang & Olufsen-Anlage in seinem Dienstwagen aufdreht, dann sollte der Aston Martin-Chef öfter mal die Beatles hören. Denn dass der britische Autohersteller zum ersten Mal seit Urzeiten wieder in der Gewinnzone ist und seinen Absatz im letzten Jahr verdoppelt hat, ist Palmer nur „with a little help from my friends“ gelungen. Schließlich fußt das Wachstum vor allem auf dem vor Jahresfrist eingeführten DB11, der mit tatkräftiger Unterstützung von Mercedes-Ableger AMG entstanden ist.

Von Thomas Geiger



Im ersten Schritt haben die Briten zwar nur die Elektronik und das Infotainment übernommen. Denn weder bei ihrem famosen V12 mit 608 PS, noch bei ihrem stilsicheren Design ohne die barocke Pracht eines Bentley oder die peinliche Brutalität eines Lamborghini brauchen sie wirklich Nachhilfe. Und wie man mit Lack und Leder, Chrom und Wurzelholz umgeht, haben sie in mehr als 100 Jahren selbst hinreichend perfektioniert. Doch wenn Palmer jetzt nach 2.500 V12-Modellen in zwölf Monaten die zweite Stufe der DB11-Offensive zündet und Ende Oktober auch eine Version mit V8-Motor an den Start bringt , wird es Zeit für eine weitere Wiederholung des Beatles-Klassikers. Immerhin steckt unter der ebenso langen wie flachen Haube dann erstmals auch ein Motor von Mercedes.



Kein geringeres Aggregat als den famosen Achtzylinder aus dem AMG GT überlassen die Schwaben ihren neuen Freuden auf der anderen Seite des Kanals, die den Powerback durch den mit Hilfe eines neuen Trockensumpfs noch tieferen Einbau in den DB11 quasi in den Adelsstand erheben. Denn gemessen an dem britischen Gran Turismo wirkt der Stuttgarter Sportwagen lange nicht so edel, elegant und elitär. Er mag ein bisschen versnobt sein und ein paar Details wie die elektrische Klappe für die Ablage auf der Mittelkonsle sind schräg und insbesondere die Abteilung Colour & Trim leistet sich mit lila Leder ein paar schwierige Skurillitäten. Doch unter dem Strich ist der BD11 das stilsicherere Auto, mit dem man in manchen Situationen einfach den besseren Auftritt hinlegt.



Aber natürlich kann der elitäre Engländer auch anders. Man muss nur vom GT-Modus in den Sport- oder gar den Sport+-Betrieb wechseln und aus dem Edelmann wird ein Hooligan, der seine ganze Kraft und Wut nur so herausbrüllt. Der Krawall aus dem Endrohr klingt wie ein Silvesterfeuerwerk, die adaptiven Dämpfer schütteln die Wirbel durch wie ein Barkeeper die Eiswürfel im Martini und die Gänge wechseln so hart und schnell, dass einem nach ein paar Kilometern der Nacken schmerzt.



Ohnehin haben Stil und Sound wenig mit dem Speed zu tun, den der DB11 abliefert. Denn egal, in welchem Modus man gerade fährt, ist das Vierliter-Triebwerk ein Treibsatz von nahezu explosiver Wirkung: Mit 510 PS und 675 Nm liegt es in der Mitte dessen, was bei Mercedes alles möglich ist und zugleich nur knapp 100 PS und 25 Nm vom hauseigenen V12 entfernt. Kein Wunder, dass er für den Sprint von 0 auf 100 mit 4,0 Sekunden nur eine Zehntel mehr braucht als das Top-Modell. Und dass der V12 bei Vollgas 21 km/h schneller ist, stört allenfalls beim Benzingespräch am Tresen. Denn mal ehrlich: 301 oder 322 km/h – das kann man im Alltag ohnehin nie ausprobieren. Und wer geht mit einem Auto wie diesem auf eine Rennstrecke?



Dabei erweist sich der V8 bisweilen sogar als die bessere Wahl. Denn je schmaler die Straßen und je enger die Kurven werden, desto mehr profitiert man von den gut zwei Zentnern, die weniger auf der Vorderachse lasten. Schon möglich, dass der DB11 mit zwölf Zylindern die perfekte Interkontinentalrakete ist, mit der man stundenlang über die linke Spur fliegen will. Doch bei einer flotten Landpartie auf einer einsamen Bergstraße gelten andere Gesetze. Dort, wo man um die Ideallinie noch ringen muss, wo man am Lenkrad rotiert und wo es auf jeden Millimeter ankommt, ist weniger bisweilen mehr. Und dass der der V8 auch noch 25.000 Euro weniger kostet als ein V12 und mit seinem Normwert von 9,9 Litern zumindest auf dem Papier sogar 1,5 Liter weniger verbraucht, ist ja auch kein Schaden.



Spätestens da allerdings schlägt auch die Stunde des Organspenders aus Stuttgart. Denn ausgerechnet beim Preis übernimmt der GT in diesem Vergleich eine für Mercedes eher ungewöhnliche Rolle – und wird mit seinem Grundpreis von 117.280 Euro zu einem schnellen Schnäppchen – zumindest gegenüber dem Aston Martin DB11 V8.

Suzuki Swift: Auf, in die große weite Welt!

Dauertesttagebucheintrag

In die große weite Welt im Suzuki Swift



Eigentlich schaut er ziemlich erwachsen aus, habe ich mir gedacht, als ich unseren Dauertest-Swift vor rund einem Monat abgeholt habe. Aber trotzdem nicht fad, sondern fesch und fresh. Jetzt, vier Wochen später, denke ich noch allerhand anderes über Suzukis Zwergerl und versuche mich in diesem ersten Dauertesttagebucheintrag als Swiftologe.

Text: Jakob Stantejsky



Denn man muss sich schon einlassen auf dieses Auto, um all seine Facetten kennenzulernen. Klar, die Versuchung, ihm einen fetten Stempel mit der Aufschrift „Stadtflitzer“ auf die Windschutzscheibe zu verpassen und es gut sein zu lassen, ist groß – mittlerweile weiß ich jedoch, dass dem Swift damit nicht Genüge getan werden würde. Natürlich liegt das natürliche Habitat des Wunderwuzzis im urbanen Bereich, aber dieser Swift kann und will mehr. Das hat mir die Austattung schon beim Einsteigen signalisiert: Abstandstempomat, Spurhalteassistent – Suzuki macht sein Traditionsmodell fit für die große weite Welt. Doch wie tut er sich da draußen tatsächlich, der Kleine?



Nach zwei Landpartien komme ich zu dem ersten Urteil, dass der Swift tatsächlich auch abseits vom Verkehrsgetümmel und mit mehr Platz und langen Geraden einiges mit sich anzufangen weiß. So kommt er etwa auf der Autobahn nicht schwachbrüstig daher, sondern gibt schon noch einmal ordentlich Zunder, wenn man bei 120 km/h nochmal auf das Gaspedal latscht. Eine stundenlange Autobahnausfahrt habe ich mit ihm bisher nicht unternommen, doch auch in dieser Hinsicht sollte der Kleinwagen nicht enttäuschen – wenn er auch keinen Limousinenkomfort bieten kann und sich unsanfte Unterlagen sowie die Fahrgeräusche mit der Zeit sicher etwas prominenter zur Stelle melden dürften. Das liegt aber in der Natur der Sache und der Swift befindet sich hier definitiv am oberen Ende der Kleinauto-Nahrungskette. Auf der Landstraße sausen wir jedenfalls munter dahin und nehmen jede Kurve mit Freude und einem von der Leichtigkeit des Swiftens beflügelten Lächeln auf den Lippen.



Die Spritzigkeit verdankt der Swift übrigens einer interessanten Motorenentscheidung. So bietet Suzuki einen 1,2 Liter-Vierzylinder mit 90 PS in fünf verschiedenen Varianten an (normal, SHVS, CVT, ALLGRIP und SHVS ALLGRIP) und zusätzlich gibt es einen Dreizylinder mit nur einem Liter Hubraum, der dank Abgasturbolader und Direkteinspritzung allerdings auf 112 PS kommt und somit der Häuptling unter den Aggregaten ist. Letzterer steckt auch in unserem Dauertester und macht dort einen unaufgeregten, aber effektiven und fröhlichen Job. Denn auch wenn der Swift kein röhrender Spurter ist, so schießt er doch recht flott durch die Gegend und gibt einem nie den Eindruck, man würde vom Auto zurückgehalten.



Nach all der (berechtigten) Lobhudelei muss ich jetzt aber auf zwei Dinge zu sprechen kommen, die statt Begeisterungsstürmen bisher regelmäßig Schimpftiraden ausgelöst haben. Einerseits hätten wir da den Notbremsassistenten, den man ja mittlerweile aus zahlreichen Autos aller Klassen kennt: Der hat mich schon einige Male wild angepiept und -blinkt, wenn dazu absolut kein Anlass war. Gut, dass er sich vielleicht ein wenig zu früh meldet, wäre ja okay. Aber mich zu terrorisieren, wenn ich schnurgerade auf eine Gasse zusteuere, in der nunmal links und rechts Autos parken, sorgt lediglich für einen großen Schreck bei mir und damit im schlechtesten Fall erst recht zum Unfall. Ein anderer Kritikpunkt ist der Rückwärtsgang, der hin und wieder unauffindbar ist, bis man ein paar Mal im Getriebe umgerührt hat. Oft kommen beide Probleme nicht vor, sie schmälern auch das Fahrerlebnis nicht, doch ohne sie wäre es einfach noch schöner.

Alles in allem hinterlässt unser Dauertester einen sehr guten Eindruck und zeigt, dass nur die Stadt längst zu klein für ihn ist. Ihre speziellen Anforderungen erfüllt der Suzuki Swift immer noch mit links und verbundenen Augen, doch mittlerweile will er eben auch mal raus in die Freiheit und bietet auch hier großen Spaß im kompakten Paket. Das war’s erst mal, liebes Dauertesttagebuch, in einem Monat sprechen wir uns wieder.


Ken Block’s Climbkhana: Ritt auf den Berg

He’s back!

Ken Block’s Climbkhana: Ritt auf den Berg

Ken Block ist zurück – und kommt in Begleitung von 1400 kleinen Ponys, die im 6,7-Liter-V8 Motor seines 65er Mustangs gefesselt sind und darauf warten, von seinem feinen Drift-Händchen losgelassen zu werden.



Text: Maximilian Barcelli

Gerade noch saß Ken Block, König des Drifts, im 600 PS stemmenden Ford Fiesta ST RX43 und qualmte für einen Dreh durch die staubigen Wüsten der U.S.A.. Jetzt, ein Monat und mehr als doppelt so viele PS später, ist das nächste Video raus und versetzt uns in gewohnter Manier ins Staunen. Block’s Ziel ist diesmal der Gipfel des Pikes Peak in Übersee, den es zu erklimmen gilt.

Der Rekord für den Hillclimb liegt bei 8:13 Minuten und wurde 2013 von Sébastien Loeb aufgestellt. Diesen wird Ken Block vermutlich nicht gebrochen haben, allerdings musste der König des Drifts auch mit etlichen Komplikationen zurechtkommen: Einen startenden Helikopter beispielsweise oder drei riesen Baumaschinen (keine Ahnung was das bei Minute 6:40 genau sein soll), die sich ihm in den Weg stellen. Aber am besten schaut ihr euch seinen Teufelsritt einfach selbst an.